Zwei unterschiedlich fachliche und trotzdem ergänzende Perspektiven auf das Thema konnten die Gäste Dr. Kai Schöpe, Schulaufsicht über die Berliner Schule mit dem Schwerpunkt Ganztagsschule und Leitung der Fachgruppe II A 1 in der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie und Thomas Hänsgen, Geschäftsführer; Susanne Strickert und Frank Aleksander, Regionalleitungen der Technischen Jugendfreizeit- und Bildungsgesellschaft (tjfbg), in die Sitzung vom Landeselternausschuss (LEA) am 22.Mai 2026 trotz Pfingsturlaub einbringen.

Es wurden viele interessante Zahlen präsentiert, u.a. dass es 392 öffentliche Grundschulen in Berlin gibt und die „offene Ganztagsgrundschule“ bei 84% angeboten wird. Freie Träger führen bei 27 % der Schulen die ergänzende Förderung und Betreuung durch. Der Hinweis auf die interne Evaluationsmöglichkeit „SEP Schule“ vom Institut für Schulqualität des Landes Berlin e.V. (ISQ) war wertvoll und wird in die Bezirke getragen werden.

Interessierte und kritische Nachfragen gab es zur Nutzung der unterschiedlichen Zeitbausteine des Ganztags, der Qualität und zum Schulversuch mit dem FLEX-Ganztag.

Insgesamt wurde klar, dass der bundesweite gesetzliche Rechtsanspruch in Berlin bereits gängige Praxis ist und erfolgreiches Vorbild für andere Bundesländer, auch in Bezug auf die Kooperation mit den freien Trägern. Die Förderung geht dabei deutlich über das, was die Gesetzgebung vorsieht, jedoch auch vor der Herausforderung steht für Kinder nach der dritten Klasse attraktiv und abwechslungsreich zu bleiben und pädagogische Angebote die Kinder in Berlin optimal am Nachmittag begleiten.

Danach wurde ein Meilenstein einstimmig beschlossen: Die Forderungen des Landeselternausschusses Schule gegen den Lehrkräftemangel in Berlin, die in einer vorangegangenen LEA-Sitzung in Workshops gemeinsam erarbeitet wurden. Auch die kommende Regierung muss die Bildung von Kindern und Jugendlichen deutlich priorisieren und damit in die Zukunft investieren um diese Stadt weiter voran zu bringen.