Was versprechen die Parteien zur Berliner Schule?

Wir haben die Wahlprogramme von sechs Parteien gelesen und ihre Aussagen zur Schule nebeneinandergestellt — sortiert nach den Fragen, die Eltern stellen. Jede Aussage steht mit ihrer Fundstelle hier, damit Sie im Original nachlesen können. Wir bewerten nicht und geben keine Wahlempfehlung.

  • Wahl am 20. September 2026
  • Stand: 26. August 2026
  • 17 Themen · 6 Parteien
  • Datengrundlage v5.2 (11.06.2026)

Wie Sie das hier lesen

Jedes Thema beginnt mit einer Frage aus dem Elternalltag. Darunter steht für jede Partei eine Kurzposition und die Fundstelle im Programm. Wer es genauer will, klappt den vollständigen Beleg auf.

  • Nur extrahiertWir geben wieder, was im Programm steht. Wir interpretieren nicht, ergänzen nicht, bewerten nicht.
  • Immer belegtJede Aussage trägt ihre Fundstelle: Seite, Randnummer, Zeile oder Abschnitt — im Original nachprüfbar.
  • Fehlendes markiertSteht dort „keine Aussage“, haben wir im Programm nichts gefunden. Das ist keine Ablehnung.
  • Sechs ParteienCDU, SPD, Grüne, Linke, AfD, FDP — die im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien.

Was Sie beim Lesen wissen sollten

  • Reihenfolge: Die Parteien stehen überall in derselben Reihenfolge (Sitze im Abgeordnetenhaus, Annahme der AG). Die Reihenfolge ist keine Wertung.
  • Stand der Programme: Bei der CDU liegt ein Entwurf des Regierungsprogramms (27.05.2026) zugrunde, bei der AfD ein Leitantrag für den Parteitag am 30.05.2026. Maßgeblich ist jeweils der beschlossene Wortlaut; beschlossene Endfassungen können abweichen.
  • Nicht enthalten: Das BSW wurde nach Beschluss der Arbeitsgruppe nicht aufgenommen.
  • Zuständigkeit: Der LEA ist ab der Grundschule bis zum höchsten allgemeinbildenden Abschluss zuständig (§ 90 SchulG). Kita-Betrieb, berufliche Bildung und Hochschule sind deshalb nicht Gegenstand dieses Vergleichs.

Ihre Frage suchen

Teil A · Gilt für alle Kinder, unabhängig vom Alter

  1. A1Auf welche Schulform muss sich mein Kind festlegen?
  2. A2Steht morgens jemand Qualifiziertes vor der Klasse?
  3. A3Lernt mein Kind in einem guten Gebäude?
  4. A4Lernt mein Kind sinnvoll mit Medien umzugehen?
  5. A5Wird mein Kind mit seinen Bedürfnissen gesehen?
  6. A6An wen wenden wir uns, wenn etwas schiefläuft?
  7. A7Haben Kinder und Eltern eine echte Stimme?
  8. A8Kommt mein Kind sicher zur Schule?

Teil B · Je nachdem, wo Ihr Kind gerade steht

  1. B1Startet mein Kind gut vorbereitet in die Schule?
  2. B2.1Ist mein Kind nachmittags gut betreut?
  3. B2.2Wie wird die Leistung meines Kindes bewertet?
  4. B2.3Was kostet das Schulessen — und die Lernmittel?
  5. B2.4Darf mein Kind in der Grundschule ein Handy nutzen?
  6. B3.1Wie stressig wird der Wechsel auf die weiterführende Schule?
  7. B3.2Wie geht es meinem Kind im Schulalltag — auch seelisch?
  8. B3.3Wird die Sprache meines Kindes als Stärke gesehen?
  9. B3.4Stehen meinem Kind alle Abschlüsse offen?

A1 Schulstruktur

Auf welche Schulform muss sich mein Kind festlegen?

Verglichene Sorge: Gemeinschaftsschule / gegliedertes System

Überblick der AG zu diesem Thema

Bei der Schulstruktur verläuft ein klarer Dissens quer durch das Feld. SPD, Grüne und Linke wollen das gemeinsame Lernen ausbauen (Gemeinschaftsschulen verdoppeln bzw. deutlich ausbauen; Linke will das gegliederte System langfristig überwinden). AfD und FDP wollen das differenzierte System erhalten bzw. stärken: die AfD lehnt das Losverfahren ab, will den Gymnasialdeckel aufheben und Eliteschulen schaffen; die FDP will eine G9-Rückkehroption und mittelfristig Bildungsgutscheine mit freier Schulwahl. CDU reiht sich bei den Differenzierungs-Befürwortern ein (gegliedertes System erhalten, Gymnasium stärken, Schulform-Experimente ablehnen), aber ohne die AfD-Zuspitzungen (kein Losverfahren-Abbau, keine Eliteschulen).

CDU

Gegliedertes System erhalten, Gymnasium stärken, Schulform-Experimente ablehnen.

CDU, RN1706/1711/1721/1727/1733, gedr. S.72–73

Vollständiger Beleg — CDU

Bekenntnis zum gegliederten Schulsystem (Schulformenvielfalt = Wahlfreiheit), Experimente mit Schulformen/-trägern ablehnen; Durchlässigkeit erhöhen (bestmöglicher Abschluss unabhängig von Startschulform, einheitliche Vergleichsarbeiten an Grundschulen); Gymnasium erhalten/stärken, Begabtenförderung + mehr grundständige Gymnasialplätze; Europa-Schulen/bilinguale Angebote ausbauen; freie/konfessionelle Schulen über Baukostenzuschuss stärken.

SPD

Gemeinschaftsschulen verdoppeln, sechsjährige Grundschule stärken, keine neuen Gymnasien.

SPD, Z.1426–1430, gedr. S.38

Vollständiger Beleg — SPD

Verdoppeln, sechsjährige Grundschule stärken, Ausweitung grundständiger Gymnasien ablehnen, soziale Offenheit der Gymnasien über Aufnahmeverfahren sichern.

Im Detail

Aufnahmeverfahren bei Notendurchschnitt/Eignungstest anpassen und auf grundständige Gymnasien übertragen; grundständige Gymnasien inklusiv + in Begabtenförderung stärken; Privat-/Freie Schulen Vollfinanzierung bei öffentlich-gleicher Arbeit.

SPD, Z.1428–1438, gedr. S.38–39

Grüne

Gemeinschaftsschulen besser unterstützen + Zahl verdoppeln (Campusgedanke), alle mit gymnasialer Oberstufe.

Grüne, S.100, Z.4576/4608; separates Kapitel S.119, Z.5472–5484

Vollständiger Beleg — Grüne

Gemeinschaftsschulen besser unterstützen und ihre Zahl berlinweit verdoppeln, auch über Zusammenschluss bestehender Grund-/Oberschulen (Campusgedanke); alle Gemeinschaftsschulen erhalten eine gymnasiale Oberstufe und zusätzliche Unterstützungsmittel; beim Neubau wo möglich Gemeinschaftsschulen.

Im Detail

Langes gemeinsames Lernen auch an Grundschulen, Klassen 5/6 stärken; partizipative Gesamtstrategie Schulqualität, Abschlussquote erhöhen / weniger Abgänge ohne Abschluss; Privatschulen entsprechend Sonderungsverbot für alle Kinder öffnen, Förderung an soziale Durchmischung koppeln (mehr benachteiligte Kinder → mehr Mittel; schlechte Durchmischung → weniger Mittel).

Grüne, S.100–101

Linke

Deutlich ausbauen, gegliedertes System überwinden.

Linke, „Eine Schule für alle“

Vollständiger Beleg — Linke

Zahl der Gemeinschaftsschulen deutlich ausbauen, Bezirke zu je 2 neuen bis 2031 verpflichten, Schulneubauten vorrangig als Gemeinschaftsschulen; Fernziel: gegliedertes System überwinden.

Im Detail

Qualitative Mindeststandards (Recht auf eigene Oberstufe, Zügigkeit), externe Prozessbegleitung + Personalverstärkung bei Umwandlung, keine Schlechterstellung im Schulbudget, Längsschnittstudie Klasse 1–13.

AfD

Differenziertes System erhalten, Losverfahren abschaffen, Gymnasialdeckel aufheben.

AfD, S.16–17

Vollständiger Beleg — AfD

Differenziertes Schulsystem erhalten, leistungshomogene Klassen; Losverfahren bei der Platzvergabe ablehnen (Verfahrensdetail in B3.1); Deckelung grundständiger Gymnasialplätze aufheben; sieben Gymnasien zu Eliteschulen für Hochbegabte; Fernziel neuer Schultyp „Praxisschule“.

Im Detail

ISS ohne eigene Oberstufe beim Ausbau mit Werkstätten privilegieren; freiwillige Aufnahmetests zum Gymnasium beibehalten, Abschulung ermöglichen; Hochbegabtenförderung ab Kita; Freie Schulen erleichtert gründen (Wartezeit max. 1 Jahr, Kostenerstattung), bedingungsloses Vollkostenmodell (100 % statt 93 % der Personalkosten), finanzieller Ausgleich für die Schulgeldtabelle.

AfD, S.17, S.19

FDP

G9-Rückkehroption, Bildungsgutscheine, freie Schulwahl.

FDP, S.8–9

Vollständiger Beleg — FDP

Gymnasien Rückkehroption zu G9; mittelfristig Bildungsgutscheine, freie Schulwahl ohne Einzugszwang nach PLZ (Anmeldeverfahren-Detail in B3.1).

Im Detail

Staatliche Finanzierung folgt dem Schüler (Gutschein); private Schulen mit hohem Anteil benachteiligter Kinder gezielt fördern (gegen soziale Selektion); G9 steuert auch Nachfrage an ISS.

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A2 Personal & Lehrkräfte

Steht morgens jemand Qualifiziertes vor der Klasse?

Verglichene Sorge: Mangel, Verteilung, Entlastung, Ausbildung

Überblick der AG zu diesem Thema

Den Lehrkräftemangel benennen alle. SPD, Grüne, Linke setzen auf bessere Verteilung, multiprofessionelle Teams, Arbeitszeiterfassung, Entlastung. FDP betont Schulautonomie bei der Personalauswahl, will die Verbeamtung abschaffen und 110 % Ausstattung. AfD fordert ein Unterrichtsgarantiegesetz mit 110 % Lehrerausstattung und eine „Entideologisierung“ der Lehrerausbildung. Ein-Fach-Lehrkraft und verpflichtende Fortbildung tauchen bei mehreren auf. CDU setzt auf Fortsetzung der Verbeamtung (Stau beendet), Quereinstiegsformate (Ein-Fach-/Tandemlehrer/Flex-Master) und multiprofessionelle Ausstattung „100 %+X“.

CDU

Verbeamtung fortsetzen (Stau beendet), Quereinstieg/Ein-Fach-/Tandemlehrer/Flex-Master, BLiQ-Fortbildung verbindlich, multiprofessionell „100 %+X“.

CDU, RN1815–1862, gedr. S.75–77

Vollständiger Beleg — CDU

Lehrkräftemangel reduziert (2022/23 ~1.000 → 2025/26 noch 207); Verbeamtung fortsetzen (Stau beendet); Quereinstieg + Ein-Fach-/Tandemlehrer/Flex-Master; Einstellungsverfahren beschleunigen; Aus-/Fortbildung verbindlich über BLiQ; multiprofessionelle Ausstattung „100 Prozent plus X“; Schulsozialarbeit an jeder Schule.

SPD

Verteilung nach sozialen Indikatoren, Schools of Education, Entlastung.

SPD, Z.1541–1542, gedr. S.41

Vollständiger Beleg — SPD

Verteilung der Pädagog*innen nach sozialen Indikatoren, Lehrkräfte in herausfordernden Lagen entlasten.

Im Detail

Transparente Arbeitszeiterfassung; internationale Qualifikationen anerkennen, Sprachanforderungen flexibilisieren; erhöhte Unterrichtsverpflichtung zurücknehmen; nichtpäd. Personal ausbauen (Verwaltung, IT, Hausmeister); Schools of Education stärken; praxisorientierte Lehrkräftebildung; Schulleitung/Führungskräfte für eigenständige, datengestützte Schule qualifizieren.

SPD, Z.1466–1467/1539–1559, gedr. S.39–42

Grüne

Verteilen, Stipendien-Bindung, neues Arbeitszeitmodell.

Grüne, S.104, Z.4796

Vollständiger Beleg — Grüne

Mangel berlinweit besser verteilen, Einstellungskontingente, Stipendium bei 5 Jahren Bindung an schlecht ausgestattete Schule.

Im Detail

Multiprofessionelle Teams an allen Schulen ohne Lehrkräfte-Reduktion, Teamzeiten; Arbeitszeit erfassen + neues Arbeitszeitmodell; erhöhte Unterrichtsverpflichtung zurücknehmen; internationale Abschlüsse anerkennen, „Lehrkraft mit einem Fach“; Angleichung verbeamtet/angestellt; Führungskräfte-Programm; verpflichtende Fortbildung.

Grüne, S.103–104

Linke

Casting abschaffen, flexibles Personalbudget, entlasten.

Linke, „Gute Arbeit am Arbeits- und Lernort Schule“

Vollständiger Beleg — Linke

Echten Bedarf benennen, Ausbildungskapazitäten erhöhen, Personal entlasten (perspektivisch kleinere Klassen); Castingverfahren abschaffen → zentrales Bewerbungsverfahren mit Wunschschulen.

Im Detail

Verbindliche Arbeitszeiterfassung, Abbau Mehrarbeit, Profilbedarf II + erhöhte Referendar-Lehrverpflichtung zurücknehmen; internationale Abschlüsse (ein Fach, C1-Absenkung); PU/Schulhelfer/IT-Admin/Reinigung in Basiszumessung; flexibles Personalkostenbudget für multiprof. Kollegien; Jobsharing Schulleitung; Lehrpläne entrümpeln; Zielzahl 3.000 Lehramtsabsolvent*innen/Jahr, Ausbildungskapazitäten gesetzlich an den Einstellungsbedarf binden, Sonderprogramme verstetigen.

Linke, „Gute Arbeit“, „Schule im Team“, „Bildungsqualität“, „Berlin braucht mehr Lehrkräfte!“

AfD

Unterrichtsgarantiegesetz, 110 % Ausstattung, Ausbildung entideologisieren.

AfD, S.18, S.24

Vollständiger Beleg — AfD

Unterrichtsgarantiegesetz + Lehrerausstattung von 110 %; maximale Klassengröße ins Schulgesetz; an Brennpunktschulen Entlastung bei Unterrichtsstunden statt Zulage; Lehrerausbildung verbessern und „entideologisieren“; Unterrichtsqualität über gezielte Unterrichtsbesuche und gestärkte Schülerevaluation kontrollieren.

Im Detail

Einphasige Lehrerausbildung als Duales Studium, perspektivisch Pädagogische Hochschule; Stipendienprogramm für Mangelfächer (Verpflichtung zu späterer Lehrtätigkeit in Berlin); im Lehrkräftebildungsgesetz Schwerpunkt weg von „Diversity/Queer/Gender“ hin zu Unterrichtsplanung, Klassenführung, Stressmanagement, digitaler Medienbildung.

AfD, S.24

FDP

Schulautonomie bei Personal, 110 % Zumessung, Verbeamtung abschaffen, bezirkliche Schulaufsicht abschaffbar.

FDP, S.6–7

Vollständiger Beleg — FDP

Schulen wählen Personal selbst (Personalautonomie), multiprofessionelle Teams schulspezifisch bilden; Personalausstattung in allen Positionen auf 110 % anheben; Verbeamtung des Lehrpersonals abschaffen; auf die bezirkliche Schulaufsicht kann verzichtet werden, wenn Schulen eigenverantwortlich arbeiten (Zielvorgaben vom Senat, Ausführung in den Schulen).

Im Detail

Nur mit einem studierten Fach unterrichten (auch in der regulären Ausbildung); mehr Praxisnähe im Lehramtsstudium (fester Schultag), langfristig duale Lehramtsstudiengänge; verpflichtende, bedarfsgerechte Fortbildung mit Jahres-Kontingent + Überprüfung; an Brennpunktschulen Anreize/Aufstiegsmöglichkeiten gegen Einsatzzeiten; mehr regelmäßige, individuelle Beratungsangebote an Schulen.

FDP, S.7–8

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A3 Gebäude, Ausstattung & Schulbau

Lernt mein Kind in einem guten Gebäude?

Verglichene Sorge: Schulbau, Sanierung, Ausstattung

Überblick der AG zu diesem Thema

Breiter Konsens, dass der Sanierungsstau aufgelöst und Schulen modernisiert werden müssen. SPD und Linke setzen auf Fortsetzung der Schulbauoffensive + HOWOGE (SPD gegen PPP, Linke für Sondervermögen). Grüne betonen nachhaltige Gebäude/grüne Schulhöfe. AfD wendet sich gegen Modulbauten (MEB) und für „architektonisch ansprechende“ Bauten, Natur-Schulhöfe, Schulbibliotheken. FDP will Sanierungsstau auflösen, digitalisieren und je Schule eine IT-Fachkraft. CDU will die Schulbauoffensive fortführen und einen zentralen Landesdienstleister schaffen — und befürwortet, anders als SPD/Linke, ausdrücklich ÖPP/PPP als zusätzliche Option.

CDU

Schulbauoffensive fortführen, zentraler Landesdienstleister (Hamburg/Oslo), kleinteilige Sanierungen, PPP ausdrücklich als Option, attraktive Schulhöfe.

CDU, RN1866–1905, gedr. S.77–78

Vollständiger Beleg — CDU

Schulbauoffensive fortführen (Bilanz: 41 Schulen, 76 Sporthallen, 119 Ergänzungsbauten, ~62.000 Plätze, >7 Mrd. €); zentraler Landesdienstleister (Vorbild Hamburg/Oslo); Programm kleinteilige Sanierungen aus Sondervermögen; PPP ausdrücklich als zusätzliche Option (Gegensatz zu SPD/Linke); attraktive Schulhöfe (Begrünung/Beschattung/Bewegung); Bürokratieabbau, „KleanBerlin“-App.

SPD

Offensive fortsetzen, Sanierung, HOWOGE, kein PPP.

SPD, Z.1560–1567, gedr. S.42

Vollständiger Beleg — SPD

Schulbauoffensive in gleicher Intensität fortsetzen, Schwerpunkt auf Sanierung; HOWOGE-Kreditdeckel anheben; PPP im Schulbau ablehnen.

Im Detail

Seit Offensive-Beginn >50.000 Plätze geschaffen; Klimaresilienz + Barrierefreiheit als Leitlinien.

Grüne

Sanierung, nachhaltige Gebäude, grüne Schulhöfe.

Grüne, S.103

Vollständiger Beleg — Grüne

Sanierung alter Schulgebäude vorantreiben, nachhaltige Gebäude, Schulhöfe entsiegeln/begrünen („grüne Klassenzimmer“).

Linke

Offensive fortsetzen, HOWOGE, Sondervermögen, Reinigung kommunalisieren.

Linke, „Schulbau und sozialräumliche Öffnung“

Vollständiger Beleg — Linke

Schulbauoffensive fortsetzen (über 25.000 Plätze fehlen weiterhin), Sanierung im Bestand, HOWOGE stärken; Sondervermögen Bildung über Bundesrat.

Im Detail

Landesweite + bezirkliche Schulentwicklungsplanung wiedereinführen; Neubau nach Compartment-Standard, gestapelte Typenbauten; Denkmalschutz für Sanierung flexibilisieren; Schulreinigung kommunalisieren, Mittagessen-Kommunalisierung prüfen.

Linke, „Schulbau“, „Kommunalisierung“

AfD

Gegen MEB-Modulbauten, Natur-Schulhöfe, Schulbibliotheken.

AfD, S.17

Vollständiger Beleg — AfD

Keine weitere Verschiebung von Schulsanierungen/-neubauten; keine Kürzung bei Raumgrößen; architektonisch ansprechende Bauten statt schnell hochgezogener Modularer Ergänzungsbauten (MEB); bewegungsfördernde, grüne Natur-Erlebnis-Schulhöfe, weniger Versiegelung; Schulbibliotheken adäquat ausstatten.

FDP

Sanierungsstau auflösen, digitalisieren, IT-Fachkraft je Schule; Neu-/Ausbau nach Nachfrage, Kapazitäten vor Umwandlung nutzen; Exzellenzinitiative (10 % Leuchtturmschulen).

FDP, S.6–9

Vollständiger Beleg — FDP

Sanierungsstau auflösen, Infrastruktur modernisieren und digitalisieren; gut ausgestattete, funktionierende Sanitäranlagen an allen Schulen; je Schule (oder Schulverbund) eine IT-Fachkraft; Neu- und Ausbau dort, wo hohe Nachfrage besteht (ausreichend Gymnasial-/ISS-Plätze vor Ort); vor Schulumwandlungen vorhandene Kapazitäten konsequent nutzen (leerstehende/untergenutzte Räume erfassen und anderen Schulen zuweisen); Exzellenzinitiative mit 10 % „Leuchtturmschulen“, die im berlinweiten Wettbewerb Best-Practice erproben und sich um zusätzliche Mittel bewerben.

Im Detail

Sanierungsstau ausdrücklich als Wohlfühl-/Qualitätsfrage (Sanitär); IT-Fachkraft auch im Schulverbund-Modell.

FDP, S.7

Querschnitt: Schulhof-Öffnung & Mehrfachnutzung (außerhalb des Bildungskapitels)

SPDSchulen für den Kiez öffnen, Schulhöfe auch am Wochenende. SPD, Z.1732–1733, gedr. S.46
GrüneSchulhöfe öffnen / als Quartiersräume. Grüne, S.99/103
LinkeSchulhöfe klimaresilient und naturnah unter Beteiligung der Schüler*innen umgestalten; sozialräumliche Öffnung (SPAN). Linke, „Umweltbildung stärken“ / „Schulbau und sozialräumliche Öffnung“
FDPSchulhöfe und Sportanlagen auch außerhalb der Schulzeiten öffnen. FDP, Z.2722

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A4 Digitalisierung, Medien & Handy

Lernt mein Kind sinnvoll mit Medien umzugehen?

Verglichene Sorge: Medienbildung / Digitalisierung · Handy/Smartphone

Überblick der AG zu diesem Thema

Medienbildung verankern die meisten ab der Grundschule; FDP will Datenkunde/Wirtschaft in die Lehrpläne. Bei der Digitalisierung mahnen AfD (und teils Linke) pädagogisch sinnvolle Konzepte an. Beim Handy reicht das Feld von Selbstregelung (Linke) über schulabhängige Einschränkung (Grüne) bis zu klaren Verboten: SPD Grundschulverbot, AfD Grundschule komplett bildschirmfrei inkl. Smartphone-Verbot und restriktiver an weiterführenden Schulen. FDP lehnt generelle Verbote auf Landes-/Bezirksebene ab und will schulindividuelle Regeln über die Schulautonomie. CDU will Endgeräte für Klassen 7–10 bis 2030, ein Landesprogramm IT-Betreuung und verbindliche Medienkompetenz; zum Handy trifft sie keine Aussage.

CDU

Medienbildung: Endgeräte Kl.7–10 bis 2030, Landesprogramm IT-Betreuung, Prozesse digitalisieren, KI nutzen, Medienkompetenz verbindlich. — Handy: keine Aussage.

CDU, RN1913–1945/2068, gedr. S.78–79/83

Vollständiger Beleg — CDU

Endgeräte für Klassen 7–10 flächendeckend bis 2030; Landesprogramm IT-Betreuung; operative Prozesse digitalisieren (Anmeldung/Übergang/Zeugnisse/digitaler Schülerausweis); KI nutzen; Medienkompetenz verbindlich.

SPD

Medienbildung: Rahmenlehrplan Digitales, Endgerät-als-Service. — Handy: Verbot an allen Grundschulen.

SPD, Z.1525/1532, gedr. S.41

Vollständiger Beleg — SPD

Rahmenlehrplan Digitales als Querschnitt, „Endgerät-als-Service“. Handy: Verbot an allen Grundschulen (Gesundheits-/Kinderschutz).

Im Detail

Gaming-Risiken/Cybermobbing/Desinformation ab Grundschule; Digitalpakt unbürokratisch, IT-Budgets je Schule, stabile Internetversorgung; eigenständige, datenbasierte Schulen mit Lernstandserhebungen, Schulfeedbacksystemen und Qualitätsmonitoring.

SPD, Z.1458–1465/1527–1537, gedr. S.39/41

Grüne

Medienbildung: Informatik/Medien ab Kl.1, Medienteams. — Handy: Einschränkung, wenn Schule will.

Grüne, S.102, Z.4677/4688

Vollständiger Beleg — Grüne

Informatik/Medienbildung verpflichtend ab Kl.1, Medienteams je Schule. Handy: Einschränkung, wo die Schule es will.

Im Detail

Medienkompetenzzentren ausbauen, KI/Algorithmen-Verständnis, Medienresilienz fächerübergreifend; Digitalpakt; anonyme Lehrkräfte-Feedback-Strukturen jährlich verpflichtend.

Grüne, S.101–102

Linke

Medienbildung: ab Grundschule, Open Source, KI kritisch. — Handy: kein Pauschalverbot, demokratisch.

Linke, „Medienbildung und Schuldigitalisierung“, „Handyregeln demokratisch entwickeln“

Vollständiger Beleg — Linke

Medienbildung inkl. KI/Datenschutz/Suchtprävention ab Grundschule verbindlich; Open-Source bevorzugen; Endgerät für alle. Handy: pauschale Verbote ab; handyfrei bis Kl.9 als Grundsatz, demokratisch geregelt.

Im Detail

IT-Beauftragte → Medienbeauftragte mit Stundenkontingent, IT-Admins an allen Schulen; Lernraum Berlin als Open-Source-Plattform, OER; KI-Tools kritisch, kein Datenabfluss, keine automatisierten Bewertungen; Klassensätze auch für Grundschulen; Mediensuchtprävention + Elternarbeit. Ergänzend gezielt an Open-Source-Lösungen/unabhängige Medienplattformen heranführen.

Linke, „Medienbildung und Schuldigitalisierung“; „Abhängigkeiten von kommerzieller Software reduzieren“

AfD

Digitalisierung: nur nach päd. Konzept, Verwaltung digitalisieren. — Handy: Grundschule bildschirmfrei + Smartphone-Verbot, weiterführend restriktiver.

AfD, S.18

Vollständiger Beleg — AfD

Digitalisierung im Unterricht nur nach pädagogisch sinnvollen Konzepten (nicht aus „naiver Hoffnung“), Digitalisierung der Schulverwaltung vorantreiben; Grundschule bildschirmfrei halten inkl. Verbot der Smartphone-Nutzung; an weiterführenden Schulen Mitführen von Smartphones restriktiver handhaben.

Im Detail

Schreibschrift beibehalten, Fibelmethode/Diktat; Gendersprache an Schulen untersagen; Grundfertigkeiten (Lesen/Schreiben/Rechnen) in den Mittelpunkt, mehr verbindliche Wissensinhalte + verbindlicher Kanon deutscher Werke; an Grundschulen Heimatkunde und Werken wiedereinführen; an weiterführenden Schulen ökonomische Bildung stärken und Informatikunterricht ausbauen.

AfD, S.16

FDP

Medienbildung: Datenkunde + Wirtschaft in Lehrpläne, IT-Fachkraft je Schule; Serious Games/digitale Lehrmittel, Elternarbeit Medienkonsum. — Handy: gegen generelle Verbote, schulindividuelle Regeln.

FDP, S.7–8, S.14

Vollständiger Beleg — FDP

Datenkunde und Wirtschaft über alle Schulstufen in die Rahmenlehrpläne aufnehmen; je Schule eine IT-Fachkraft (siehe A3). Medienkompetenz früh im Unterricht und in der Lehrkräfteausbildung stärken, Fokus Datenschutz/Cybermobbing/Netzgefahren; bessere Einbindung digitaler Lehrmittel und Serious Games in den Unterricht; Elternarbeit zur Aufklärung über Medienkonsum/Netzgefahren stärken, mehr Infos zur Mediennutzung für Eltern/Multiplikatoren. Generelle Smartphone-Verbote auf Landes-/Bezirksebene ablehnen; im Rahmen der Schulautonomie schulindividuelle Regeln ermöglichen.

Im Detail

Entrepreneurship Education / Schülerfirmen an allgemeinbildenden + berufsbildenden Schulen.

FDP, S.8

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A5 Inklusion & sonderpädagogische Förderung

Wird mein Kind mit seinen Bedürfnissen gesehen?

Verglichene Sorge: Förderschulen vs. Inklusion

Überblick der AG zu diesem Thema

Klarer Lager-Dissens. SPD, Grüne, Linke wollen Förderzentren mittelfristig umbauen/abbauen und inklusive Schwerpunktschulen ausbauen (Linke lehnt Förderzentrum-Neubau ab; SPD 10-Jahres-Plan; Grüne Schwerpunktschulen statt Förderschulen). AfD und FDP wollen die Förderschulen erhalten bzw. wieder einführen und stellen das Elternwahlrecht in den Mittelpunkt; die AfD will allgemeine Schulen nur eingeschränkt zur Inklusion verpflichten. CDU steht mit AfD/FDP für den Erhalt der Förderzentren und das Elternwahlrecht („so viel Inklusion wie möglich, so viel Förderung wie nötig“) — Gegenpol zur Förderzentrum-Transformation von SPD/Grüne/Linke.

CDU

„So viel Inklusion wie möglich, so viel Förderung wie nötig“; Förderzentren bleiben unverzichtbar, Ausbau an Regel- UND Förderschulen, Elternwahlrecht.

CDU, RN1691–1702, gedr. S.71

Vollständiger Beleg — CDU

„So viel Inklusion wie möglich, so viel individuelle Förderung wie nötig“, „mit Augenmaß und am Kindeswohl“; Ausbau inklusiver Beschulung an Regel- UND Förderschulen; Förderzentren bleiben unverzichtbar; Elternwahlrecht (Förderzentrum vs. inklusive Schule); klare Trennung sonderpädagogischer vs. sprachlicher Förderbedarf; Frühtestung vor Schuleintritt.

SPD

Förderzentren über 10-Jahres-Plan transformieren, Schwerpunktschulen.

SPD, Z.1444–1448, gedr. S.39

Vollständiger Beleg — SPD

Förderzentren nicht erweitern, sondern über verbindlichen 10-Jahres-Plan transformieren; Schwerpunktschulen ausbauen; sonderpäd. Fachkräfte, gleichmäßige Verteilung.

Im Detail

Strategie zur Nichtbeschulung von 2.500 Schüler*innen; multiprofessionelle Teams, temporäre Kleinklassen; Einführung des Wahlfachs „Deutsche Gebärdensprache“ (DGS) voranbringen.

SPD, Z.1449–1454, gedr. S.39

Grüne

Schwerpunktschulen statt Förderschulen, Umsetzungsplan.

Grüne, S.101, Z.4636

Vollständiger Beleg — Grüne

Statt neuer Förderschulen inklusive Schwerpunktschulen (v.a. neurodivergente Kinder); verbindlicher Umsetzungsplan (UN-BRK Art. 24).

Im Detail

Transportkosten für Kinder mit Beeinträchtigung; 3.000 nicht beschulte Kinder: Onlinebeschulung, rechtskreisübergreifende Hilfeplanung; Gießkanne-Verteilung rückgängig; schulische Reha psychisch erkrankter/neurodivergenter Kinder; Qualifizierungsoffensive.

Grüne, S.98–101

Linke

Kein Förderzentrum-Neubau, Landeskonzept, 36 Schwerpunktschulen.

Linke, „Inklusion konsequent umsetzen“

Vollständiger Beleg — Linke

Aus-/Neubau von Förderzentren ablehnen; Landeskonzept schulische Inklusion mit Zielen/Fristen + baulicher Barrierefreiheit; 36 Schwerpunktschulen realisieren.

Im Detail

100 % Inklusionsstunden zumessen, Ausstattungsstandards, Nachteilsausgleich ausweiten, Deckel Inklusionsassistenz aufheben; Gießkanne FSP I Grundschule → Grundausstattung + Bedarf (Hamburger Niveau); Schülerbeförderung Behinderung als Rechtsanspruch; SIBUZ stärken; Pilot Öffnung eines Förderzentrums; alternative Bildungswege.

Linke, „Inklusion konsequent“, „Alternative Bildungswege“

AfD

Fortbestand der Förderschulen sichern, Inklusionspflicht einschränken.

AfD, S.19

Vollständiger Beleg — AfD

Mangel an Schulplätzen für Kinder mit Einschränkungen (v.a. FSP Geistige Entwicklung) beheben; Fortbestand der Förderschulen dem Elternwillen entsprechend sichern; allgemeine Schulen nur zur Inklusion verpflichten, wenn das Bildungsziel erreichbar ist und die Klasse nicht „über Gebühr“ beeinträchtigt wird; zieldifferenter Unterricht nur an inklusiven Schwerpunktschulen; Außenklassen von Förderschulen nach bayerischem Vorbild.

FDP

Förderschulen wieder einführen, echtes Elternwahlrecht.

FDP, S.4, S.8

Vollständiger Beleg — FDP

„Pluralistische Inklusion“: Förderschulen wieder einführen und bedarfsgerechte Inklusionsklassen stärken; echtes Elternwahlrecht zu jedem Zeitpunkt; immer angemessener Personalschlüssel für Inklusion; Kinder mit Einschränkungen ansonsten bestmöglich im Regelunterricht fördern.

Im Detail

Freie Schulen erhalten gleiche Kostensätze pro Kind wie staatliche Spezialschulen, Inklusionskosten nach Förderschwerpunkten anrechnen.

FDP, S.7

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A6 Diskriminierungsschutz & Beschwerde

An wen wenden wir uns, wenn etwas schiefläuft?

Verglichene Sorge: Beschwerde / Diskriminierung / Mobbing

Überblick der AG zu diesem Thema

SPD, Grüne, Linke wollen eine unabhängige Beschwerdestelle (Linke + SPD ausdrücklich für Schule/Eltern; SPD beim Parlament; Grüne als eigene Behörde) und Maßnahmen gegen Mobbing/Diskriminierung. AfD und FDP nennen keine unabhängige Beschwerdestelle; die AfD setzt auf Null-Toleranz bei Gewalt mit Meldepflicht/Polizei und Antisemitismusprävention, die FDP auf den Beutelsbacher Konsens als Förderkriterium. CDU nennt wie AfD/FDP keine unabhängige Beschwerdestelle; sie setzt auf das Gewaltbarometer als Datengrundlage und auf eine Erweiterung des Neutralitätsgesetzes.

CDU

Keine unabhängige Beschwerdestelle; Gewaltbarometer als Datengrundlage, Strategie Prävention/Intervention/Repression; Neutralitätsgesetz um aktive Schutzpflicht erweitern.

CDU, RN1800/1949, gedr. S.75/79–80

Vollständiger Beleg — CDU

Keine unabhängige Beschwerdestelle; Gewaltbarometer als Datengrundlage, Strategie aus Prävention/Intervention/Repression; Neutralitätsgesetz um aktive staatliche Schutzpflicht erweitern (Schutz vor religiösem Gruppendruck).

SPD

Unabhängige Beschwerdestelle beim Parlament, Anti-Mobbing-Team.

SPD, Z.1466–1471/1492/1500, gedr. S.39–40

Vollständiger Beleg — SPD

Unabhängige Beschwerdestelle für Schulen und Kitas beim Parlament; Anti-Mobbing-Team je Schule; Doppelrolle der Schulaufsicht (Kontrolle + Linienverantwortung) auflösen und Schulaufsicht als unabhängige Kontroll- und Beschwerdestelle stellen.

Im Detail

Queer-/rassismus-/kolonialsensible Überarbeitung von Rahmenlehrplan/Material, verpflichtende diskriminierungskritische Module in der Ausbildung.

SPD, Z.1493–1499, gedr. S.40

Grüne

Unabhängige Beschwerdestelle (UBS) als eigene Behörde.

Grüne, S.103, Z.4755

Vollständiger Beleg — Grüne

Unabhängige Beschwerdestelle (UBS) als Teil der LADG-Ombudsstelle als eigene Behörde.

Im Detail

Diskriminierungskritische Schulentwicklung, queere Bildungsprojekte erhalten/ausbauen, Fachstelle queere Bildung + Kompetenzstelle intersektionale Pädagogik.

Grüne, S.103–104

Linke

Unabhängige Beschwerdestelle (Schüler*innen + Eltern), „Schule gegen Rechts“.

Linke, „Gegen Mobbing und Diskriminierung“

Vollständiger Beleg — Linke

Unabhängige Beschwerdestelle an der Landesantidiskriminierungsstelle, für Schüler*innen und Eltern, auch bei Schulgesetz-Konflikten, mit Akteneinsichts-/Durchgriffsrechten.

Im Detail

Antidiskriminierungs-/Mobbingbeauftragte stärken, bezirkliche Anlaufstellen, Beschwerdestrukturen auf Einzelschulebene; „Schule gegen Rechts“: Prävention, Fortbildungen, Leitlinien.

Linke, „Gegen Mobbing“, „Schule gegen Rechts!“

AfD

Keine Beschwerdestelle genannt; Null-Toleranz bei Gewalt, Meldepflicht/Polizei.

AfD, S.13, S.19

Vollständiger Beleg — AfD

Keine unabhängige Beschwerdestelle genannt. Null-Toleranz-Strategie bei Gewalt an Schulen, verbindliches Meldeverfahren + Einschalten der Polizei bei Gewalt gegen Lehrkräfte, Schulausschluss bei ernstlicher Gefahr; Ausbau/Verankerung der Antisemitismusprävention im Schulunterricht.

Im Detail

Indoktrinationsverbot/Kontroversitätsgebot auch für Schulbücher; Schule sei „nicht Reparaturbetrieb der Gesellschaft“; Gewalt gegen Lehrkräfte stets melden, Schule auch bei außerschulischen Gewalttaten informieren.

AfD, S.16, S.19

FDP

Keine Beschwerdestelle genannt; Beutelsbacher Konsens als Förderkriterium.

FDP, S.8

Vollständiger Beleg — FDP

Keine unabhängige Beschwerdestelle genannt. Fortbildungen nur fördern, wenn sie Beutelsbacher Konsens / Kontroversitätsgebot (Frankfurter Erklärung 2015) einhalten.

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A7 Demokratie, Beteiligung & Elternrechte

Haben Kinder und Eltern eine echte Stimme?

Verglichene Sorge: Schüler-/Schulmitbestimmung · Elternrechte

Überblick der AG zu diesem Thema

SPD, Grüne, Linke stärken die Schülermitbestimmung (Klassenrat, SV-Budgets, auch Grundschule); SPD am konkretesten bei Elternrechten (LEA-/BEA-Geschäftsstellen). AfD setzt auf Schülerhaushalt + Mitwirkung an der Schulorganisation, Deutschlandfahne und freiwillige Schulkleidung; FDP will im Zuge ihrer „Entbürokratisierung“ den Zustimmungsvorbehalt der Eltern in einen Ablehnungsvorbehalt umwandeln (Schweigen gilt künftig als Zustimmung; Eltern müssen aktiv widersprechen) und freien Schulen volles Stimmrecht in Gremien geben. CDU will Beteiligung über Kinder-/Jugendparlamente und Jugendclubs stärken, trifft aber keine spezifische Aussage zu Elterngremien. Zu den Elternrechten im engeren Sinn (Elterngremien) äußert sich nur die SPD konkret (LEA-/BEA-Geschäftsstellen); Grüne und Linke beziehen Eltern nur allgemein/indirekt ein, die AfD trifft keine spezifische Aussage zu Elterngremien, die CDU ist offen.

CDU

Mitbestimmung: Kinder-/Jugendparlamente vernetzen, Jugendclubs als Orte der Demokratiebildung. — Elternrechte: keine spezifische Aussage zu Elterngremien.

CDU, RN2047–2059/2099, gedr. S.82–84

Vollständiger Beleg — CDU

Kinder-/Jugendparlamente vernetzen, Beteiligung stärken; Jugendclubs als Orte der Demokratiebildung; politische Bildung stärken (Besuche Bundestag/AGH/Gedenkstätten beider Diktaturen); Wahlpflichtbereich Religion/Ethik nach Brandenburger Vorbild einführen; Bundeswehr/Jugendoffiziere im Politikunterricht stärken; Auseinandersetzung mit allen Extremismusformen, Antisemitismus/Rassismus, Nahostkonflikt im RLP der Oberstufe.

SPD

Mitbestimmung: Klassenrat wöchentlich, ab Kl.1. — Elternrechte: Geschäftsstellen für BEA und LEA.

SPD, Z.1332–1335, gedr. S.36

Vollständiger Beleg — SPD

Elternrechte durch konsequente Berücksichtigung der Elternvertretungen; Geschäftsstellen für Bezirkselternausschüsse und Landeselternausschuss; Klassenrat wöchentlich, Mitbestimmung ab Kl.1.

Im Detail

Kinder-/Jugendparlament auf Landesebene; unabhängige Kinderbeauftragte; Demokratisierungsgrad messen; Politik/Ethik unangetastet, kein Wahlmodell; Wahlpflichtfach „Empathie“.

SPD, Z.1392–1515, gedr. S.38–41

Grüne

Mitbestimmung: SV + Grundschul-GSV, in die Verfassung. — Elternrechte: Eltern allgemein einbezogen.

Grüne, S.102, Z.4698

Vollständiger Beleg — Grüne

SV und Bezirksschülerausschüsse mit eigenen Mitteln, gewählte Gesamtschülervertretung auch an Grundschulen; Eltern im Schulkapitel nur allgemein einbezogen.

Im Detail

„Kinderfreundliche Kommune“, Stimm-/Antragsrechte für Kinder-/Jugendgremien in allen 12 BVV; UN-Kinderrechtskonvention in die Verfassung; Klassenräte verbindlich inkl. Willkommensklassen.

Grüne, S.99/102

Linke

Mitbestimmung: Klassenrat, SV-Budget, erweiterte Schulleitung. — Elternrechte: Gremien stärken (Eltern indirekt).

Linke, „Demokratische Schule“

Vollständiger Beleg — Linke

Klassenrat als zentrales Instrument, SV mit eigenem Budget/Rechten (auch Grundschule), Schüler*innenhaushalte, Gremien auf allen Ebenen stärken, erweiterte Schulleitungen verbindlich.

Im Detail

Schulclubs/Rückzugsräume; Politische Bildung ab Kl.4 + berufl. Schulen, Landeszentrale stärken; (Kinder/Jugend: Beteiligungsrechte in BVV/Jugendhilfeausschüssen, Jugendbudgets, Wahlalter prüfen).

Linke, „Demokratische Schule“, „Politische Bildung“

AfD

Mitbestimmung: Schülerhaushalt, Mitwirkung an Schulorganisation. — Elternrechte: keine spezifische Aussage zu Elterngremien.

AfD, S.17

Vollständiger Beleg — AfD

Schulische Initiativen für Engagement/Verantwortung; Schülerhaushalt und Beteiligung an der täglichen Schulorganisation (Kinderhausmeister, Mitwirkung bei Schulreinigung und Essensausgabe); Fahnenmasten mit Deutschlandfahne an allen Schulen; freiwillige Schulkleidung finanziell unterstützen.

Im Detail

Religionsunterricht und Ethik sollen Wahlpflichtfächer werden; im Bereich politische Bildung Fokus auf Grundlagen des politischen Systems/Staatsaufbaus; „ideologische Kampagnen unter dem Deckmantel politischer Bildung“ stoppen.

AfD, S.16

FDP

Mitbestimmung: freie Schulen volles Stimmrecht in Gremien. — Elternrechte: Zustimmungs- → Ablehnungsvorbehalt.

FDP, S.6

Vollständiger Beleg — FDP

Im Rahmen einer „radikalen Entbürokratisierung im Schulsektor“ den Zustimmungsvorbehalt gegenüber Erziehungsberechtigten in eine Ablehnungsmöglichkeit umwandeln (Schweigen gilt als Zustimmung; Eltern müssen aktiv widersprechen); Vertreter*innen freier Schulen volles Stimmrecht in Bezirks- und Landesgremien. (Hinweis der AG: ob dies Elternrechte stärkt oder schwächt, ist Bewertung — hier neutral als Mechanismus dargestellt.)

Im Detail

Kosten für Exkursionen mit erinnerungskulturellem Schwerpunkt (inkl. Anreise) von der Senatsverwaltung übernehmen.

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A8 Schulweg & Schulumfeld

Kommt mein Kind sicher zur Schule?

Verglichene Sorge: Schulweg, Tempo 30, Schulstraßen

Überblick der AG zu diesem Thema

Querschnitt aus Mobilitäts-/Umweltkapiteln: Dieses Thema steht in keinem Bildungskapitel, ist für Eltern aber zentral. SPD, Grüne und Linke wollen Tempo 30 rund um Schulen bzw. an Schulwegen und richten Schulstraßen ein (Grüne mit verbindlichem Leitfaden, SPD nach „Pariser Modell“, Linke über Mobilitätsmanagement an Schulen). Die AfD nennt ein Programm „Sichere Schulwege 2030“ und Kontrolle des Schulumfelds. Die CDU verbessert die Beleuchtung auf Schulwegen, lehnt aber flächendeckendes Tempo 30 ausdrücklich ab (Negativliste Verkehr) und nennt keine eigenen Schulstraßen/Verkehrsberuhigung. Damit ist dies eine der klarsten Dissens-Achsen.

CDU

Beleuchtung auf Schulwegen verbessern; flächendeckendes Tempo 30 ablehnen.

CDU, RN2256, gedr. S.92; Negativliste Verkehr S.98

Vollständiger Beleg — CDU

Beleuchtung von Fußwegen u.a. auf Schulwegen verbessern (Sicherheitskontext); „Flächendeckendes Tempo 30“ ausdrücklich in der Verkehrs-Negativliste („Was wir NICHT brauchen“).

SPD

Tempo 30 um Schulen, temporäre Schulstraßen (Pariser Modell), ÖPNV ≤300 m zu Schulen.

SPD, Z.905–911 gedr. S.24; Z.810–812 gedr. S.21; Z.1477 gedr. S.40

Vollständiger Beleg — SPD

Tempo 30 rund um Kitas/Schulen/Spielplätze; temporäre Schulstraßen nach Pariser Modell; ÖPNV-Erschließung aller Schulen ≤300 m, 10-Min-Takt; kostenloses Schüler*innenticket für ganz Berlin ab der 1. Klasse (bestehende Errungenschaft, erhalten).

Grüne

Schulzonen, Leitfaden temporäre/dauerhafte Schulstraßen, Tempo 30 an Schulwegen.

Grüne, S.46, Z.2093–2099; S.45, Z.2074

Vollständiger Beleg — Grüne

Schulzonen + sichere Schulwege „von der Haustür bis zum Schuleingang“; verbindlicher Leitfaden für temporäre/dauerhafte Schulstraßen; Tempo 30 an Schulwegen.

Linke

Schulwegsicherheit + Mobilitätsmanagement an Schulen, Schulstraßen, Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit.

Linke, „Schulwegsicherheit und Mobilitätsmanagement“, Kap. Mobilität/Verkehr

Vollständiger Beleg — Linke

Schulwegsicherheit + Mobilitätsmanagement an Schulen, Verkehrsberuhigung, Schulstraßen, Jugendverkehrsschulen; Tempo 30 als innerörtliche Regelgeschwindigkeit.

AfD

Programm „Sichere Schulwege 2030“, Schulumfeld kontrollieren.

AfD, S.24–25

Vollständiger Beleg — AfD

Landesweites Programm „Sichere Schulwege 2030“; Schulumfeld an Knoten/Querungen/Haltestellen konsequent kontrollieren.

FDP

keine Aussage — im vorliegenden Programm nicht gefunden, keine Ablehnung

keine Fundstelle

Querschnitt: Umweltbildung (außerhalb des Bildungskapitels)

CDUkeine Fundstelle (Umweltbildung).
SPDWert der Stadtnatur „auch mit Schulen“ vermitteln. SPD, Z.737, gedr. S.19
GrüneGartenarbeitsschulen erhalten, Umweltbildung in allen Bezirken verankern, BNE-Stabsstelle beim Senat; diversitätssensible Umwelt-/Naturbildung, qualifizierten Umwelt-/Wildnispädagog*innen den Zugang zu Berliner Wäldern erleichtern. Grüne, S.13, Z.594–596; S.102, Z.4702–4704
LinkeUmweltbildung in Kitas/Schulen ausbauen, Schulgärten, Waldschulen, Koordinierungsstellen stärken. Linke, „Umweltbildung stärken“, Kap. Klima/Umwelt
AfDUmweltbildung in Schulen intensivieren. AfD, S.50

In diesem Thema ohne Fundstelle: FDP. „Keine Aussage“ heißt: im vorliegenden Programm nicht gefunden — nicht Ablehnung.

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B1 Schuleintritt

Startet mein Kind gut vorbereitet in die Schule?

Verglichene Sorge: Vorschule, Einschulungsdiagnostik, Sprachstart

Abgrenzung: Der LEA ist ab der Grundschule bis zum höchsten allgemeinbildenden Schulabschluss zuständig (§ 90 SchulG). Die frühkindliche Bildung/Kita ist nicht Gegenstand dieses Rasters. Erfasst sind hier ausschließlich Aussagen mit direktem Schuleintritts-Bezug: Vorschule/Schulvorbereitungsjahr, Einschulungsdiagnostik und Sprachstandsförderung vor der Einschulung.

Überblick der AG zu diesem Thema

Mehr Verbindlichkeit beim Schuleintritt ist die gemeinsame Stoßrichtung, mit unterschiedlicher Schärfe: Grüne setzen auf Sprachstandserhebung bei Vierjährigen mit verbindlicher Förderung, die SPD auf gezielte Förderung vor der Einschulung. AfD (klassische Vorschule an Grundschulen wieder ermöglichen, Schuleingangsuntersuchungen konsequenter) und FDP (verpflichtendes Schulvorbereitungsjahr, Sprachstand-Tests mit 3–4 Jahren, Deutsch-Ferienunterricht) wollen ein eigenes Vorschul-/Vorbereitungsformat. Linke: keine Aussage mit reinem Schuleintritts-Bezug (ihre Aussagen zu Sprachförderung/24 Monaten sind Kita-gerahmt und liegen außerhalb des Rasters). CDU hat mit dem Kita-Chancenjahr die Vorschule wieder eingeführt und will sie ausbauen (Schwerpunkt Sprachförderung + Grundfertigkeiten) — nah an AfD/FDP beim eigenen Vorschulformat.

CDU

Kita-Chancenjahr (= Vorschule) wieder eingeführt, stärken/ausbauen; Fokus Sprachförderung + Grundfertigkeiten; Kita↔Grundschule enger.

CDU, RN1739–1750, gedr. S.73

Vollständiger Beleg — CDU

Kita-Chancenjahr = Vorschule wieder eingeführt, stärken/ausbauen; Fokus Sprachförderung, soziale/motorische/schulische Grundfertigkeiten; engere Kooperation Kita↔Grundschule, Einblicke in den Schulalltag.

SPD

Gezielte Förderung vor der Einschulung.

SPD, Z.1339–1350, gedr. S.36

Vollständiger Beleg — SPD

Gezielte Förderung vor der Einschulung.

Grüne

Sprachstand mit 4 Jahren + verbindliche Förderung.

Grüne, S.97, Z.4485

Vollständiger Beleg — Grüne

Nach Sprachstandserhebung bei Vierjährigen verbindlich Förderangebote (Hamburger Vorbild); Erst-/Zweitsprachen.

Linke

keine Aussage mit reinem Schuleintritts-Bezug (Aussagen sind Kita-gerahmt) — im vorliegenden Programm nicht gefunden, keine Ablehnung

keine Fundstelle

AfD

Klassische Vorschule an Grundschulen, Schuleingangsuntersuchungen konsequenter.

AfD, S.17

Vollständiger Beleg — AfD

Klassische Vorschule an Grundschulen über Schulgesetzänderung wieder ermöglichen; Schuleingangsuntersuchungen konsequenter.

FDP

Verpflichtendes Vorschuljahr, Sprachstand-Tests 3–4 Jahre.

FDP, S.4

Vollständiger Beleg — FDP

Schulpflicht um ein qualifizierendes Schulvorbereitungsjahr (Vorschule) in der Kita erweitern; verbindliche Sprachstand-Tests für alle Kinder mit 3–4 J.; zusätzlicher Deutschunterricht in den Ferien bei fehlenden Kenntnissen.

Im Detail

Vorschularbeit an definierten Lernzielen (Motorik, Soft Skills, Frustrationstoleranz, Sprache); geflüchtete Kinder gezielt vor der Einschulung sprachlich fördern.

FDP, S.4, S.87

In diesem Thema ohne Fundstelle: Linke. „Keine Aussage“ heißt: im vorliegenden Programm nicht gefunden — nicht Ablehnung.

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B2.1 Ganztag & Betreuung

Ist mein Kind nachmittags gut betreut?

Verglichene Sorge: Ganztag & Betreuung

Überblick der AG zu diesem Thema

Beim Ganztag/Mittagessen weitgehend Konsens (kostenfreies Essen; AfD volle Lernmittelfreiheit). Scharfer Dissens in der Lernkultur: Linke/Grüne wollen Ziffernnoten zurückdrängen, die AfD will das Leistungsprinzip mit Noten/Kopfnoten/Klassenwiederholung stärken. Beim Handy reicht das Feld von Selbstregelung (Linke) bis zum kompletten Bildschirmverbot in der Grundschule (AfD); die FDP lehnt generelle Verbote ab und setzt auf schulindividuelle Regeln. CDU setzt auf Klassengrößen-Obergrenzen (≤20/≤25, gesetzlich), gesundes Mittagessen und — wie die AfD — den ausdrücklichen Erhalt der Schulnoten; zum Handy keine Aussage.

CDU

Ganztag an Grundschulen qualitativ ausbauen, verbindliche Kooperationen mit Sportvereinen/Musikschulen.

CDU, RN1756–1761, gedr. S.73–74

Vollständiger Beleg — CDU

Klassengrößen senken und Obergrenzen gesetzlich verankern (Ziel ≤20 Grundschule, ≤25 weiterführend); Ganztagsangebote an Grundschulen qualitativ ausbauen; verbindliche Kooperationen z.B. mit Sportvereinen und Musikschulen.

Im Detail

Familienzentren auch an Grundschulen weiterentwickeln und mehr Grundschulen mit Familienzentren verbinden (CDU, RN3374, gedr. S.141); Berliner Musikschulen personell stärken (mehr Festanstellungen, Verteilschlüssel mit den Bezirken) (CDU, RN3952, gedr. S.159).

CDU, RN3374, gedr. S.141; RN3952, gedr. S.159

SPD

Flex-Ganztag bis Kl.6.

SPD, Z.1479–1486, gedr. S.40

Vollständiger Beleg — SPD

Flex-Ganztag an Grundschulen bis Klasse 6 ausbauen; Rahmenlehrpläne verschlanken und Stundentafel flexibilisieren (keine neuen Fächer); Kooperationen mit Sportvereinen, Musikschulen und außerschulischen Lernorten (Gartenarbeits-, Jugendverkehrs-, Jugendkunstschulen); Auslandsaufenthalte nach sozialen Kriterien (Hamburger Vorbild).

Grüne

Feste Betreuung bis 14:30.

Grüne, S.102, Z.4715

Vollständiger Beleg — Grüne

Verlässliche Betreuung bis 14:30, auch ohne Hortvertrag.

Im Detail

Schulen besser mit dem Sozialraum vernetzen, Kooperationen mit außerschulischen Lernorten, Jugendkunst- und Musikschulen, Sportvereinen und Volkshochschulen stärken; Familienzentren an Grundschulen erhalten und absichern.

Grüne, S.102, Z.4705–4709

Linke

15 statt 22 Kinder, Schlüssel 1:150.

Linke, „Ganztägiges Lernen fördern“

Vollständiger Beleg — Linke

Eine Fachkraft für 15 statt rechnerisch 22 Kinder; kindgebundener Schlüssel 1:150 (max. 2 VZ); Leitungsausstattung verbessern; Vertretungsreserve.

Im Detail

Feste Stunden mittelbare päd. Arbeit auch bei freien Trägern; Tarifbindung Erzieher*innen als Finanzierungsbedingung; eigene Ganztagsräume erhalten; Schulbibliotheken Bestandsschutz. Außerschulische Bildungslandschaft auskömmlich finanzieren; Kooperationen Schule↔außerschulische Angebote intensivieren (auch im Ganztag); staatliche Jugendkunst-, Jugendverkehrs-, Gartenarbeitsschulen und Musikschulen stärken.

Linke, „Ganztägiges Lernen“; „Außerschulische Bildungsangebote stärken“

AfD

Bewegung/Sport-AGs im Ganztag ausbauen.

AfD, S.41

Vollständiger Beleg — AfD

Einbindung von Bewegung, Spiel und Sport in den Ganztag intensivieren; Sport-AGs im Ganztag an allen Schulen mit großer Vielfalt.

FDP

keine spezifische Aussage zum Ganztag (Personalbildung über Schulautonomie, siehe A2) — im vorliegenden Programm nicht gefunden, keine Ablehnung

keine Fundstelle

Querschnitt: Schulsport & Schwimmen

CDUBekenntnis zum Schulsport (Noten im Sport beibehalten, ausreichend Sportstunden, moderne Sportstätten), berlinweite Schulmeisterschaften; Schwimmen vor Grundschulende („Berliner Schwimm-Offensive“/„Neuköllner Schwimmbär“); Eliteschulen des Sports stärken. CDU, RN1982–2000, gedr. S.80–81; RN3582–3589, gedr. S.148, Kap. Sport
SPDBewegung als Qualitätsmerkmal im Ganztag, Kooperationen mit Sportvereinen. SPD, Z.1358–1362, gedr. S.37
Linke„Jahrzehnt der Investitionen“ für Schulsporthallen, Etat für Sportanlagen an Schulstandorten erhöhen, Kooperation Schulen↔Sportvereine. Linke, „Jahrzehnt der Investitionen“, Kap. Sport
AfDSportunterricht 4 Wochenstunden (Doppelstunden), rechtsverbindlicher Anspruch auf Schwimmbeförderung („Schwimmbus“), Sport-AGs im Ganztag an allen Schulen. AfD, S.41

In diesem Thema ohne Fundstelle: FDP. „Keine Aussage“ heißt: im vorliegenden Programm nicht gefunden — nicht Ablehnung.

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B2.2 Hausaufgaben & Noten

Wie wird die Leistung meines Kindes bewertet?

Verglichene Sorge: Hausaufgaben · Noten / Leistungskultur

Überblick der AG zu diesem Thema

Hier liegt ein deutlicher Dissens in der Lernkultur. Linke/Grüne wollen Noten zurückdrängen (Lernfeedback), die AfD will das Leistungsprinzip rehabilitieren (am Notenprinzip festhalten, Kopfnoten, Klassenwiederholung).

CDU

Hausaufgaben: keine Aussage. — Noten: keine Abschaffung der Schulnoten, klare Leistungsstandards/KMK-Regelstandards, datengestützt.

CDU, RN1703/1766–1772/1773–1792/1796, gedr. S.71–75

Vollständiger Beleg — CDU

Keine Aussage zu Hausaufgaben. Noten/Leistungskultur: keine Abschaffung der Schulnoten; klare Leistungsstandards, nachvollziehbare Prüfungen, KMK-Regelstandards; datengestützte/evidenzbasierte Steuerung; Grammatik/Rechtschreibung ab Kl.1 + verbundene Schreibschrift, „weniger Gendern, mehr Lesen/Schreiben/Rechnen“; freiwillige Ferienschulen zum Aufholen (Lesen/Schreiben/Rechnen); Rahmenlehrpläne auf den Prüfstand (Relevanz/Verständlichkeit/Zukunftsfähigkeit).

SPD

keine Aussage zu Hausaufgaben/Noten — im vorliegenden Programm nicht gefunden, keine Ablehnung

keine Fundstelle

Grüne

Hausaufgaben: in Betreuungszeit erledigen. — Noten: perspektivisch Lernfeedback statt Ziffernnoten.

Grüne, S.100/102, Z.4601/4716

Vollständiger Beleg — Grüne

In der Betreuungszeit vertiefen, keine Aufgaben zu Hause; perspektivisch Lernfeedback statt Ziffernnoten.

Linke

Hausaufgaben: abbauen, Üben in der Schule. — Noten: keine Ziffernnoten bis Kl.9.

Linke, „Schule ohne Hausaufgaben und Noten?“

Vollständiger Beleg — Linke

Hausaufgaben abbauen (Üben in der Schule, ruhige Räume + Begleitung); Ziffernnoten bis Kl.9 durch Rückmeldungen ersetzen (Schulgesetz); Klassenarbeiten reduzieren prüfen.

AfD

Hausaufgaben: keine explizite Aussage. — Noten: am Notenprinzip festhalten, Kopfnoten, Klassenwiederholung.

AfD, S.16–18

Vollständiger Beleg — AfD

Leistungsprinzip „rehabilitieren“, Selbstdisziplin vermitteln; Kopfnoten und Schulvereinbarungen zu Disziplin; vom Grundsatz her an der Notengebung festhalten, Klassenwiederholung wo nötig; Fibelmethode und Diktat, korrektive Rückmeldung; lehrerzentrierter Unterricht (direkte Instruktion) für Kinder aus bildungsfernen Elternhäusern; „Time-out-Räume“ für störende Schüler; Schreibschrift beibehalten.

FDP

keine ausdrückliche Aussage zu Hausaufgaben/Noten — im vorliegenden Programm nicht gefunden, keine Ablehnung

keine Fundstelle

Hinweis (Sprachförderung Grundschule): Die AfD will an Grundschulen mit hohem ndH-Anteil „Deutsch-Garantie-Klassen“ einrichten (AfD, S.17) — gehört in den Mehrsprachigkeits-Dissens, siehe B3.3.

In diesem Thema ohne Fundstelle: SPD, FDP. „Keine Aussage“ heißt: im vorliegenden Programm nicht gefunden — nicht Ablehnung.

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B2.3 Mittagessen

Was kostet das Schulessen — und die Lernmittel?

Verglichene Sorge: Mittagessen & Lernmittel (Kosten)

Überblick der AG zu diesem Thema

Beim kostenlosen Mittagessen weitgehend Konsens. Die AfD ergänzt volle Lernmittelfreiheit. Die FDP trifft keine ausdrückliche Aussage.

CDU

Ausgewogenes, gesundes Schulmittagessen an allen Schulen.

CDU, RN1960–1965, gedr. S.80

Vollständiger Beleg — CDU

Ausgewogenes, gesundes Schulmittagessen an allen Berliner Schulen; „Gute gesunde Schule“/Krankenkassen-Kooperation (Bewegung/Ernährung/psychische Gesundheit).

SPD

Kostenloses Essen (Bestand).

SPD, Z.1476/1355, gedr. S.40/37

Vollständiger Beleg — SPD

Kostenloses Mittagessen als bestehende Errungenschaft; Ernährungsbildung ab Kita.

Grüne

Kostenfrei, Ausweitung Kl.7+.

Grüne, S.103, Z.4726

Vollständiger Beleg — Grüne

Kostenfreies, qualitativ hochwertiges Schulessen, ausdrücklich auch ab Kl.7.

Linke

Mensaausbau, warm/gesund für alle.

Linke, „Ganztägiges Lernen“, „Kommunalisierung“

Vollständiger Beleg — Linke

Mensaausbau; gesund/warm für alle Ganztagskinder; Kommunalisierung der Essensversorgung prüfen, barrierefreie Ausgabe/Bestellung.

AfD

Kostenloses Essen + volle Lernmittelfreiheit, gegen Fleisch-Verzicht.

AfD, S.17

Vollständiger Beleg — AfD

Vollständige Lernmittelfreiheit schaffen und am kostenlosen Schulmittagessen festhalten; Anordnung zum weitgehenden Fleischverzicht aus Klimaschutzgründen zurücknehmen; gesundes regionales Essen.

FDP

keine ausdrückliche Aussage zu Schulessen/Lernmittelkosten — im vorliegenden Programm nicht gefunden, keine Ablehnung

keine Fundstelle

Hinweis Kosten: Lernmittel-Eigenanteil/-freiheit ist eine eigene Elternsorge; AfD (volle Lernmittelfreiheit) und Grüne (Lernmittel-Eigenbeteiligung prüfen, S.101) äußern sich, die übrigen im vorliegenden Material nicht spezifisch. (AfD S.17; Grüne S.101)

In diesem Thema ohne Fundstelle: FDP. „Keine Aussage“ heißt: im vorliegenden Programm nicht gefunden — nicht Ablehnung.

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B2.4 Handy in der Grundschule

Darf mein Kind in der Grundschule ein Handy nutzen?

Verglichene Sorge: Handy in der Grundschule

Überblick der AG zu diesem Thema

Von Selbstregelung (Linke) bis zum kompletten Bildschirmverbot in der Grundschule (AfD); die FDP lehnt generelle Verbote ab und setzt auf schulindividuelle Regeln. Die ausführliche Einordnung steht in A4 · Digitalisierung, Medien & Handy.

CDU

keine Aussage zum Handy in der Grundschule — im vorliegenden Programm nicht gefunden, keine Ablehnung

keine Fundstelle

SPD

Verbot an allen Grundschulen.

SPD, Z.1532–1533, gedr. S.41

Vollständiger Beleg — SPD

Handyverbot an allen Grundschulen (Gesundheits-/Kinderschutz).

Grüne

Einschränkung, wenn Schule will.

Grüne, S.102, Z.4688

Vollständiger Beleg — Grüne

Einschränkung der privaten Handynutzung, wo die Schule es für die beste Lösung hält.

Linke

Kein Pauschalverbot, demokratisch geregelt.

Linke, „Handyregeln demokratisch entwickeln“

Vollständiger Beleg — Linke

Kein pauschales Verbot; handyfreie Grundschule als Teil eines von der Schulgemeinschaft demokratisch geregelten Grundsatzes (handyfrei bis Kl.9, vollständig in A4).

AfD

Grundschule bildschirmfrei + Smartphone-Verbot.

AfD, S.18

Vollständiger Beleg — AfD

Grundschule bildschirmfrei halten inkl. Verbot der Smartphone-Nutzung; an weiterführenden Schulen Mitführen restriktiver handhaben.

FDP

Gegen generelle Verbote, schulindividuelle Regeln.

FDP, S.14

Vollständiger Beleg — FDP

Lehnt generelle Smartphone-Verbote auf Landes-/Bezirksebene ab; schulindividuelle Regeln über die Schulautonomie (vollständig in A4).

In diesem Thema ohne Fundstelle: CDU. „Keine Aussage“ heißt: im vorliegenden Programm nicht gefunden — nicht Ablehnung.

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B3.1 Übergang Grund→Oberschule

Wie stressig wird der Wechsel auf die weiterführende Schule?

Verglichene Sorge: Übergang Grund→Oberschule

Überblick der AG zu diesem Thema

Den Übergang entstressen wollen viele, mit unterschiedlicher Schärfe (Linke: Probeunterricht/Losanteil; AfD umgekehrt: Losverfahren abschaffen, nach Noten vergeben; FDP: digitalisieren). CDU setzt auf faire Übergänge mit einheitlichen Vergleichsarbeiten.

CDU

Faire/nachvollziehbare Übergänge, einheitliche Vergleichsarbeiten an Grundschulen als Grundlage.

CDU, RN1711–1719, gedr. S.72

Vollständiger Beleg — CDU

Faire und nachvollziehbare Übergänge zwischen Schulformen; einheitliche Vorgaben bei Klassen-/Vergleichsarbeiten an Grundschulen als verlässliche Grundlage für den Übergang aufs Gymnasium.

SPD

Verfahren kritisch prüfen.

SPD, Z.1431–1432, gedr. S.39

Vollständiger Beleg — SPD

Anmeldeverfahren ab Klasse 7 im Sinne der Familien kritisch prüfen.

Grüne

Reformieren, weniger Druck.

Grüne, S.100, Z.4615

Vollständiger Beleg — Grüne

Übergang auf die Oberschule reformieren/gerechter, weniger Druck für Klassen 4–6.

Linke

Probeunterricht abschaffen, mehr Losplätze.

Linke, „Gelingende Übergänge gestalten“

Vollständiger Beleg — Linke

Probeunterricht abschaffen; breitere Stärken-Würdigung; kein Probejahr/Abschulen; Losanteil ausbauen; Sitzenbleiben auch an Gymnasien abschaffen; Bildungsverbünde.

AfD

Losverfahren abschaffen, Vergabe nach Noten/Wohnort.

AfD, S.17

Vollständiger Beleg — AfD

Vergabe von 30 % der Plätze per Losverfahren abschaffen; Vergabe nach Noten und Wohnortnähe mit Geschwisterkinderregel; freiwillige Aufnahmetests zum Gymnasium beibehalten, Abschulung ermöglichen.

FDP

Anmeldung digitalisieren, Erstwunsch zuerst; freie Schulauswahl + Bildungsgutscheine.

FDP, S.9

Vollständiger Beleg — FDP

Anmeldeverfahren für Oberschulen vollständig digitalisieren und transparenter; zuerst über Erstwunsch entscheiden, dann zweite Wahlrunde auf freie Plätze; freie Schulauswahl + Bildungsgutscheine: staatliche Bildungsfinanzierung folgt dem Schüler, echte Wahlfreiheit zwischen öffentlichen und privaten Ersatz-/Ergänzungsschulen.

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B3.2 Psychische Gesundheit & Schulalltag

Wie geht es meinem Kind im Schulalltag — auch seelisch?

Verglichene Sorge: Psychische Gesundheit & Schuldistanz

Überblick der AG zu diesem Thema

Bei psychischer Gesundheit breite Zustimmung zu mehr Personal; AfD-Akzent auf Schuldistanz. CDU setzt auf ein Mental-Health-Landesprogramm.

CDU

Landesprogramm Mental Health, Ausbau Schulpsychologie, Resilienzförderung.

CDU, RN1968–1976, gedr. S.80

Vollständiger Beleg — CDU

Landesprogramm Mental Health + Ausbau schulpsychologischer Angebote; Prävention/frühe Hilfen/Resilienzförderung als fester Bestandteil des Schulalltags.

SPD

Schulpsychologie, Schulstationen.

SPD, Z.1551–1554, gedr. S.42

Vollständiger Beleg — SPD

Mehr multiprofessionelles Personal (Schulpsychologie, Gesundheitsfachkräfte), Landesprogramm Schulstationen, jede Schule mind. 1 Schulsozialarbeiterstelle.

Grüne

Wohlbefinden als Qualitätsmerkmal.

Grüne, S.103/101, Z.4728

Vollständiger Beleg — Grüne

Mentale Gesundheit stärker in den Blick, Wohlbefinden als Qualitätsmerkmal in Evaluation/Schulentwicklung; Schulstationen ausbauen.

Im Detail

Schulsozialarbeit erhöhen (auch berufsbildende Schulen/Förderzentren); späterer Schulstart (Biorhythmus).

Grüne, S.101–103

Linke

Landesprogramm Psychologie 1:800.

Linke, „Mentale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen stärken“

Vollständiger Beleg — Linke

Landesprogramm Psychologie an Schulen (1:800); Schuldistanz-Teams (Neuköllner Vorbild); mentale Gesundheit im Curriculum, Peer-to-peer.

Im Detail

Landesprogramm Schulsozialarbeit 1:150, jede Schule (inkl. OSZ) eine Stelle; Brennpunktförderung (Ergänzungsbudget, Startchancen), Modellprojekt „Zukunftsschulen“.

Linke, „Landesprogramm Schulsozialarbeit“, „Besondere Schulen“

AfD

RSD-Teams gegen Schuldistanz je Bezirk.

AfD, S.19

Vollständiger Beleg — AfD

In jedem Bezirk ein RSD-Team (Regional Schuldistanz); verbindliche Information des Jugendamts über Schulversäumnisanzeigen; digitales Klassenbuch mit automatischer Schulversäumnisanzeige verbinden.

Im Detail

Übergriffiges Verhalten unterhalb der Strafbarkeit konsequent ahnden; für fremdgefährdende Kinder alternative Beschulungsformen.

FDP

Psycholog*innen über Personalautonomie.

FDP, S.6

Vollständiger Beleg — FDP

Keine eigenständige Maßnahme zur psychischen Gesundheit; im Rahmen der Personalautonomie können Schulen multiprofessionelle Teams inkl. Psycholog*innen schulspezifisch bilden (siehe A2).

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B3.3 Mehrsprachigkeit & Willkommen

Wird die Sprache meines Kindes als Stärke gesehen?

Verglichene Sorge: Mehrsprachigkeit & Willkommen

Überblick der AG zu diesem Thema

Hier Lager-Dissens. SPD/Grüne/Linke fördern Mehrsprachigkeit/Erstsprachen; die AfD will Deutsch als alleinige Schulsprache gesetzlich festschreiben und Gendersprache untersagen. Die FDP fokussiert auf Anerkennung von Abschlüssen und Schulpflicht für junge Geflüchtete.

CDU

Europa-/bilinguale Schulen ausbauen (v.a. östliche Bezirke).

CDU, RN1727–1732, gedr. S.72–73

Vollständiger Beleg — CDU

Schulen mit europäischem/internationalem Profil (Staatliche Europa-Schulen Berlin) ausbauen; bei neuen Standorten/größeren Erweiterungen bilinguale Angebote prüfen, v.a. östliche Bezirke.

SPD

SESB erhalten/ausbauen, ndH-Zuschlag.

SPD, Z.1435–1436, gedr. S.39

Vollständiger Beleg — SPD

Staatliche Europa-Schule erhalten + neue Standorte/Sprachen; ndH-Zuschlag.

Im Detail

Geflüchtete Kinder nach 2 Monaten in die Regelschule.

SPD, Z.1493–1499, gedr. S.40

Grüne

Erstsprachen, DaZ-Schulfach, Europa-Schule.

Grüne, S.103, Z.4739/4747

Vollständiger Beleg — Grüne

Familiensprachen erheben, Erstsprachenunterricht ausbauen, Europa-Schule ausbauen, DaZ als Schulfach mit Curriculum; Willkommensklassen→Regelklassen-Konzept.

Linke

Erstsprachen, Europa-Schule, Arabisch/Kurdisch prüfen.

Linke, „Den Schatz heben“, „Das Recht auf Bildung gilt für alle“

Vollständiger Beleg — Linke

Erstsprachlicher Unterricht ausbauen, Europa-Schule erweitern (v.a. Ost-Berlin), deutsch-arabischer/-kurdischer Schulzweig prüfen; Recht auf Bildung ab Ankunft, Losanteil Sek I.

AfD

Deutsch als Schulsprache im Gesetz, Gendersprache untersagen.

AfD, S.17

Vollständiger Beleg — AfD

Deutsch als Schulsprache im Schulgesetz festlegen und durchsetzen; Verwendung von Gendersprache an Schulen untersagen.

FDP

Abschlüsse anerkennen, Schulpflicht Geflüchtete <25 J.

FDP, S.87

Vollständiger Beleg — FDP

Schulische/berufliche Abschlüsse von Eingewanderten schneller/unbürokratischer anerkennen; Schulpflicht für junge Geflüchtete unter 25 J. ohne Berufsausbildung; gezielte Sprachförderung geflüchteter Kinder vor der Einschulung.

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B3.4 Wege zum Abschluss (Oberstufe)

Stehen meinem Kind alle Abschlüsse offen?

Verglichene Sorge: Wege zum Abschluss (Oberstufe)

Überblick der AG zu diesem Thema

SPD, Grüne, Linke wollen, dass alle Abschlüsse bis zum Abitur ohne Schulwechsel erreichbar sind und jede Schule (allein/im Verbund) eine gymnasiale Oberstufe anbietet. AfD privilegiert ISS mit Werkstätten (Fernziel „Praxisschule“), FDP will eine G9-Rückkehroption. CDU betont Durchlässigkeit (jeder Abschluss erreichbar, auch über Abendschulen) und die Stärkung der Oberstufenzentren.

CDU

Durchlässigkeit, jeder Abschluss erreichbar (auch Abendschule nachholbar); Oberstufenzentren stärken.

CDU, RN2004–2043, gedr. S.81–82

Vollständiger Beleg — CDU

Durchlässigkeit, jeder bestmögliche Abschluss erreichbar (auch später an Abendschulen nachholbar); frühe Berufs-/Studienorientierung mit Praxisbezug, Wahlfach „Wirtschaft, Handwerk und finanzielle Bildung“, Praktiker in den Unterricht, Schülerfirmen fördern; Oberstufenzentren stärken/schärfen, Kooperation OSZ↔ISS; Gleichwertigkeit beruflicher/akademischer Bildung; passgenaue Vermittlung in Ausbildung gegen Jugendarbeitslosigkeit.

SPD

Jede Schule Oberstufe, alle Abschlüsse.

SPD, Z.1423–1425/1574–1577, gedr. S.38/42

Vollständiger Beleg — SPD

An jedem Standort alle Abschlüsse bis Abitur ohne Schulwechsel; jede Schule allein/im Verbund eine gymnasiale Oberstufe; Berufsorientierung ab der Grundschule, BO-Teams ausbauen, inklusive Berufsorientierung bei sonderpädagogischem Förderbedarf.

Grüne

Gymnasiale Oberstufe für alle Gemeinschaftsschulen.

Grüne, S.119, Z.5482

Vollständiger Beleg — Grüne

Alle Gemeinschaftsschulen erhalten eine gymnasiale Oberstufe + Unterstützungsmittel.

Linke

Eigene Oberstufe für alle ISS/Gemeinschaftsschulen.

Linke, „Gelingende Übergänge gestalten“

Vollständiger Beleg — Linke

Alle Gemeinschaftsschulen und ISS erhalten eine eigene Oberstufe (ggf. im Verbund).

AfD

ISS mit Werkstätten privilegieren, „Praxisschule“.

AfD, S.17

Vollständiger Beleg — AfD

Integrierte Sekundarschulen ohne eigene gymnasiale Oberstufe beim Ausbau mit Werkstätten privilegieren; Fernziel neuer Schultyp „Praxisschule“.

FDP

G9-Rückkehroption.

FDP, S.8

Vollständiger Beleg — FDP

Gymnasien die Möglichkeit zur Rückkehr zu G9 (Abitur nach 13 Jahren) eröffnen; dies steuert auch die Nachfrage an ISS.

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Einzelpositionen

Forderungen, zu denen sich im vorliegenden Material nur eine Partei äußert. „Keine Fundstelle“ bei den anderen heißt nicht Ablehnung.

Nur Linke

Ethik/Religion & militärfreie Schule

Bekenntnis zum Ethik-Unterricht, kein verpflichtender Religionsunterricht; Schule als militärfreier Ort, Kooperationen Bundeswehr–Schule beenden.

Linke, „Ethik für alle“, „Unsere Kinder kriegt ihr nicht!“

SPD nennt Politik/Ethik-Fächer „unangetastet“ + kein Wahlmodell (A7) — verwandt, aber nicht deckungsgleich. CDU vertritt die Gegenposition: Wahlpflichtbereich Religion/Ethik nach Brandenburger Vorbild und Stärkung von Bundeswehr/Jugendoffizieren im Politikunterricht (A7) — also gerade keine militärfreie Schule. Grüne: keine Fundstelle.

Nur SPD

Wahlpflichtfach „Empathie“

Einführung eines Wahlpflichtfachs Empathie.

SPD, Z.1509–1510, gedr. S.40

Linke / Grüne / CDU: keine Fundstelle.

Nur Linke

Sonderungsverbot / Schulgeldtabelle

Verbindliche Schulgeldtabelle, Einhaltung Sonderungsverbot, keine Anreize für freie Schulgründungen (v.a. Primar).

Linke, „Sonderungsverbot durchsetzen“

Grüne (Privatschul-Förderung nach sozialer Durchmischung, S.101) und SPD (Vollfinanzierung freier Schulen) äußern sich zu Privatschulen — andere Stoßrichtung, beide als A1-Detailbelege erfasst.

Nur FDP

Aussetzung sämtlicher Schul-Regularien auf ein Jahr

Im Zuge der „radikalen Entbürokratisierung“ sämtliche Regularien und bürokratischen Hürden im schulischen Bereich für ein Jahr aussetzen und anschließend nur das Notwendige wieder einführen.

FDP, S.6

Andere Parteien: keine Fundstelle (vergleichbare Pauschal-Aussetzung).

Nur FDP

Jährlicher Aktionstag Zivilschutz an Schulen

Angesichts hybrider Bedrohungen/Katastrophen einen jährlichen Aktionstag zum Zivil-/Bevölkerungsschutz an allen Schulen einführen.

FDP, S.9

Andere Parteien: keine Fundstelle.

Quellen und Arbeitsweise

Alle Aussagen wurden gegen den Originalwortlaut geprüft (Stufen Beleg, Inhalt, Negativbefund) und anschließend von Mitgliedern der Arbeitsgruppe gegengelesen. Der Prüfdurchlauf ist in einer separaten Arbeitsdatei dokumentiert.

Grundlage je Partei und Form der Fundstelle
ParteiProgrammfassungBelegweise
CDU Entwurf des Regierungsprogramms „Der Anfang ist gemacht. Berlin wird.“ (Beschluss Landesvorstand/Programmkommission 27.05.2026), Kapitel „V. Berlin wird smart“ → „Guter Start mit guter Bildung“ bis „Lebenslanges Lernen“ (gedr. S.71–85), Querschnitt aus Sport-, Familien-, Kultur- und Verkehrskapitel. Randnummer (RN) + gedruckte Seite
SPD Programmfassung (Scan/OCR), Kapitel „Aufsteigen mit gleichen Chancen“ (gedr. S.34–45). Achtung: Die Bilddatei-Nummer liegt 2 über der gedruckten Seite. Zeilennummer (verlässlich) + gedruckte Seite
Grüne Programmfassung, Kapitel 5 „Berlin begleitet ein Leben lang“ (gedr. S.95–106). gedruckte Seite + Zeilennummer der Textfassung
Linke Gesamtprogramm „Berlin bezahlbar machen“ (Landesparteitag 25.04.2026), Website-Fassung — Bildungskapitel 10 sowie Querschnittskapitel (03 Mobilität, 07 Soziales, 11 Kinder/Jugend/Familie, 12 Klima/Umwelt, 23 Sport). Abschnittsüberschrift (keine Seitenzahlen vorhanden)
AfD Leitantrag des Landesvorstands für den Landesparteitag am 30.05.2026, Kapitel „Schule und Bildung“ (S.16–19) sowie „Kinder, Jugend und Familie“ (S.34–39), vereinzelt Lehrerbildung (S.24), Sport/Schwimmen (S.41). Hinweis: Es handelt sich um einen Leitantrag; maßgeblich ist der vom Parteitag beschlossene Wortlaut. gedruckte Seite
FDP Wahlprogramm zur Abgeordnetenhauswahl 2026, Kapitel „Bildung“ (S.4–11), „Bildung als Schlüssel für Integration“ (S.87). gedruckte Seite

Warum wir das archivieren

  • Die Versprechen bleiben nach der Wahl abrufbar. Damit lässt sich über die Wahlperiode prüfen, was davon eingelöst wurde.
  • Weil jede Aussage ihre Fundstelle trägt, können Sie jede Angabe selbst im Programm nachschlagen — und uns korrigieren, wenn wir uns geirrt haben.