Spitzenlehrer für die schweren Fälle

17.11.2010
von Martin Klesmann

 

Was ist bloß passiert? Vor knapp drei Monaten starteten die neuen Sekundarschulen, das Herzstück der Berliner Schulreform, mit ihren siebten Klassen. Die Hauptschule, an der perspektivlose Jugendliche unter sich blieben, sollte überwunden werden. Beifall dafür kam von einer großem Allianz aus Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Industrie- und Handelskammer und Rot-Rot-Grün. Aus Haupt- und Realschulen sowie Gesamtschulen wurden Sekundarschulen, an denen künftig alle Abschlüsse möglich sein sollen. Aber dann, typisch Berlin: Was man gerade noch überwiegend positiv gefunden hatte, wird schon wieder schlechtgemacht. Etliche Sekundarschulen würden zu Resteschulen, wo nur jene Schüler hingingen, die anderswo keiner wolle sagen Kritiker, die es in der Lehrergewerkschaft genauso gibt wie unter gutbürgerlichen Elternvertretern.

 

Berliner Zeitung, 17.11.2010

 

Weiterlesen:

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/319190/319191.php