Adventskalender 2010

Der BEA Steglitz-Zehlendorf und der Landeselternausschuss rufen auch in diesem Schuljahr wieder Eltern, Lehrer und Schüler an den Berliner Schulen auf, sich mit einem Beitrag am schulpolitischen Adventskalender zu beteiligen. Jeden Tag vom 1. bis zum 24.  Dezember erhalten Bildungssenator Jürgen Zöllner und Finanzsenator Ulrich Nussbaum einen Brief aus den Klassenzimmern der Stadt.

 

Mit Berichten von fehlenden Lehrern, Erziehern, Schulhelfern, Sozialpädagogen und anderem Personal. Mit Erzählungen aus zugigen Räumen, von gammeligen Fenstern, fehlenden Mensen, gesperrten Turnhallen, unwürdigen sanitären Anlagen.

Die Mails werden wie immer mit einem herzlichen Gruß versehen und großzügig verteilt. So kurz vor den Wahlen zum Abgeordnetenhaus möchten wir den Politikern der Stadt noch einmal unsere Botschaft mit auf den Weg geben:

-    die Berliner Schulen sind teilweise erheblich sanierungsbedürftig, das Konjunkturpaket II  war nur ein Tropfen auf dem heißen Stein – wir brauchen nach wie vor ein umfassendes Sanierungsprogramm
-    100 Prozent Lehrerausstattung werden oft gar nicht oder rechnerisch nur unter Einbeziehung von Vertretungskräften erreicht – wir brauchen neben der Ausstattung der Schulen mit qualifiziertem Personal eine gut ausgestattete regional organisierte Lehrerfeuerwehr
-    auch Erzieher sind mittlerweile schwer zu finden, Ersatz bei Krankheit ist nicht möglich – wir fordern den Einsatz von PKB-Mitteln auch für Pädagogen, die nicht Lehrer sind
-    die Schulen brauchen die personelle und sächliche Ausstattung, die es ihnen ermöglicht dem Konzept der Inklusion gerecht zu werden
-    die Berliner Schulen brauchen Ressourcen, um der individuellen Förderung ihrer Schüler gerecht zu werden: kleinere Klassen vor allem in den Grundschulen, Fortbildungen für Lehrer und Erzieher, echte Förderstunden für Lernschwache und Hochbegabte (und ein Verbot ihrer Verwendung als Vertretungsunterricht), mehr Räume für verschiedene Lernformen und Teilungsunterricht

Angesprochen werden, wie jedes Jahr, nicht nur die verantwortlichen Senatoren. In unserem Mailverteiler sind Eltern und alle am Thema Schule Interessierte, Bezirks- und Landespolitiker aller Parteien, Teile der Senatsverwaltung für Bildung, die Spitze der Finanzverwaltung sowie die Mitglieder des Bildungs- und des Haushaltsausschusses des Berliner Abgeordnetenhauses. Durch das einfache Weiterleiten der Mails erreichen wir mehrere tausend Leser.

Falls Sie unsere Mailstaffeln noch nicht kennen oder sich die Kalender der vergangenen Jahre in Erinnerung rufen möchten: Die Beiträge finden Sie auf  www.bea-sz.de unter dem Stichwort „Aktionen“.

Auch Sie können dabei sein!

Schildern Sie die Probleme an Ihrer Schule: Personalmangel, Sanierungsbedarf und andere Respektlosigkeiten der Berliner Politik gegenüber den Eltern, Lehrern und Schülern.

Wir verteilen Ihre Grüße!

Und so geht’s:

-    schreiben Sie einen Brief an Senator Zöllner, wahlweise auch an Finanzsenator Ulrich Nussbaum
-    schicken Sie uns das Schreiben an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Sie erreichen hier das diesjährige Adventskalender-Team: Günter Peiritsch (LEA Vorsitzender), Daniela von Treuenfels (BEA Vorsitzende, LEA Vorstand) und Uwe Netzel.
-    die Themen: offen… - Wir nehmen alles was drückt, zwickt und Ärger verursacht. Wenn es nur dazu taugt, den Berliner Politikern so kurz vor den Wahlen zum Abgeordnetenhaus zu erklären, worauf sie ihre Schwerpunkte für die nächste Amtsperiode legen sollen: Auf eine gute Bildung unserer Kinder!

Die bisherigen Adventskalender-Aktionen des BEA Steglitz-Zehlendorf fanden immer sehr viel Beachtung und Sympathie. Wir haben viel erreicht. Die weihnachtliche Mailstaffel soll dennoch in diesem Jahr zum letzten Mal stattfinden – wir wollen die gute Idee nicht überstrapazieren.

Zum guten Schluss ein Paukenschlag: Ein Adventskalender hat 24 Türchen – die wir gerne mehrfach bestücken. Wir hoffen auf eine sehr rege Beteiligung und bitten alle Berliner Schulen, ihre großen und kleinen „Baustellen“ einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren. Die jeweiligen Briefe dürfen gerne durch Fotos, kleine Videosequenzen oder Tonbeiträge ergänzt werden. Schreiben, singen, dichten – alles ist erlaubt. Vor allem Eltern sind angesprochen, wir freuen uns aber auch sehr über die Mitwirkung von Schülern, Lehrern und Schulleitungen.

Schicken Sie Ihr Werk an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, wir sammeln Ihre Beiträge ab sofort, bis zum 20. Dezember.