Qualitätsinitiative für den Ethikunterricht in Berlin:

Qualitätsinitiative für den Ethikunterricht in Berlin:

Aufruf zur Debatte, Einladung und Spendenaufruf

 

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

 

Anfang Mai 2010, ein Jahr nach dem durch den Verein "Pro Reli" initiierten Volksentscheid, hat unser Bündnis "Pro Ethik" eine Qualitätsiniative für den Ethikunterricht in Berlin gestartet. Unserem Bündnis gehören 22 Parteien, Organisationen und Gruppen an.

 

Beim Volksentscheid im April 2009 hatte sich eine Mehrheit der abstimmenden Berlinerinnen und Berliner für einen gemeinsamen Ethikunterricht aller Schülerinnen und Schüler der 7.-10. Klassen ausgesprochen. Damit waren und sind hohe Erwartungen an die Qualität des Ethikunterrichts verbunden. Diese sind der Grund für die Qualitätsinitiative, welche mit einer gründlichen Bestandsaufnahme verbunden werden soll und derzeit folgende Schwerpunkte hat:

 

 

1. Eine der Pluralität der Metropole Berlin angemessene Behandlung von Religionen,    Weltanschauungen und Kulturen im Unterricht verbunden mit der Orientierung an     den Menschenrechten und den Grundwerten unserer Verfassung.

 

2. Die Sicherung einer angemessenen fachspezifischen Qualifizierung aller im

    Ethikunterricht eingesetzten Lehrkräfte.

 

3. Die Verbesserung der Rahmenbedingungen des Faches Ethik an den Schulen.

 

4. Die Ausgewogenheit der Kooperation der Ethiklehrkräfte mit den verschiedenen

     Religionen und Weltanschauungen.

 

 

In der öffentlichen Debatte im Zusammenhang mit dem Volksentscheid in den Jahren 2008 und 2009 hat sich in unserer Stadt ein breites Interesse an der Konzeption des Ethikunterrichts und an ihrer Umsetzung gezeigt. Deshalb wollen wir bis zum Herbst 2010 eine breite öffentliche Diskussion zur Situation und zur Entwicklung des Ethikunterrichts im Rahmen eines DIALOGFORUMs ETHIK organisieren.

 

 Diese Debatte wird über unsere Homepage und im Rahmen von Gesprächsrunden und Veranstaltungen geführt. Ende 2010 wollen wir die Bestandsaufnahme zum Ethikunterricht, verbunden mit Empfehlungen zu seiner Verbesserung der Öffentlichkeit vorstellen. Auch in Kontakten mit dem Berliner Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Prof. Dr. Jürgen E. Zöllner sowie seinem Fachreferenten für Ethikunterricht, Herrn Manfred Zimmermann, werden wir Vorschläge zum Ethikunterricht einbringen. Bereits Ende April 2010 hat sich der Koordinierungskreis unseres Bündnisses und unser Schirmherr Walter Momper mit dem Bildungssenator und seinem Fachreferenten zu einem sehr konstruktiven Gespräch getroffen.

 

 

Nun laden wir auch Sie und alle Interessierten herzlich ein, sich im Rahmen des

DIALOGFORUMs ETHIK an der öffentlichen Debatte zu beteiligen.
 

 

Wir bitten Sie um Stellungnahmen, Vorschläge und Kritiken. Einzelpersonen, Gruppen,

Institutionen, Parteien und Verbände können sich damit an uns richten

-per E-Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

-über die Homepage: www.proethik.info (Button: Kontakt)

-per Briefpost an: Pro Ethik, Postfach 87 02 35, 13162 Berlin.

 

Zum Schwerpunkt "Religionen, Weltanschauungen und Kulturen im Berliner Ethikunterricht" haben wir am 26. Mai 2010 ein ertragreiches und vom Berliner Integrationsbeauftragten unterstütztes Rundtischgespräch durchgeführt, welches in ein Konsenspapier mündete. Dieses erhalten Sie neben Arbeitsstandpunkten unseres Koordinierungskreises als Anlage zu dieser E-Mail.

 

Weitere Informationen zum Dialogforum, unsere Pressemitteilungen und mehrere  Presseberichte finden Sie auf unserer Homepage.

 

 Sehr freuen würden wir uns über Spenden von Ihnen, die wir nötig brauchen, um damit unsere Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungen zu finanzieren (Spendenkonto: Fachverband Ethik e.V., Kto. 6603 1199 84 bei der Berliner Sparkasse, BLZ 100 500 00, Kennwort: Pro Ethik; bitte für eine Spendenquittung Name, Vorname und Anschrift vermerken).

 

 

Hinweis: Wenn Sie in den kommenden Monaten in größeren Abständen über Rundmails zu Veranstaltungen etc. nicht informiert werden wollen, teilen Sie uns dies bitte kurz per E-Mail mit.

 

 

Einladung zu einer öffentlichen Veranstaltung am 2. Juli 2010


  

Nachdem am 28. April 2010 erfolgreich ein nicht öffentliches Rundtischgespräch mit Vertreterinnen und Vertretern des Judentums, des Christentums, des Islams, des Buddhismus, des Hinduismus, des Humanismus, des interreligiösen und interkulturellen Dialogs, des Ethik-Fachverbandes, eines Schulbuchverlages, der Senatsbildungsverwaltung und der universitären Lehrerausbildung stattfand,

laden wir nun gemeinsam mit dem Berliner Integrationsbeauftragten und dem Fachverband Ethik zu einer öffentlichen Veranstaltung ein. Das Thema lautet:

 

 

Vielfalt und Gemeinsamkeit

Religionen, Weltanschauungen und Kulturen in Berlin

– Herausforderungen für den Ethikunterricht

 

 

Zeit: Freitag, dem 2. Juli 2010 von 16.00 – ca. 20.15 Uhr

Ort: "Werkstatt der Kulturen" in Berlin-Neukölln, Wissmannstr. 32 (Nähe U-Bhf. Hermannplatz)

 

 

Anbei erhalten Sie das Programm. Wenn Sie an der Veranstaltung teilnehmen möchten, bitten wir um eine formlose Anmeldung bis spätestens 26. Juni 2010 per E-Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! mit Angabe von Name, Vorname und beruflicher Tätigkeit.

 

 

Für Rückfragen zum DIALOGFORUM ETHIK, Vorschläge und Hinweise stehen wir Ihnen gern zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich über die o. g. E-Mail-Adresse oder über unsere Homepage (Button: Kontakt) an uns.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

für das Bündnis Pro Ethik


 Dr. Gerhard Weil Gerd Eggers

Sprecher  Koordinator

Handreichung: Duales Lernen in der Integrierten Sekundarschule

Handreichung:

 

Duales Lernen in der Integrierten Sekundarschule

Bearbeitung

Dr. Thomas Nix

Stand

November 2009

 

Inhalt Seite

1. Duales Lernen – eine sinnvolle Verknüpfung von schulischem Lernen und Lernen am Praxisort

2. Grundsätze des Dualen Lernens in der Integrierten Sekundarschule

3. Beispiele für Duales Lernen

4. Integrierte Sekundarschule und außerschulische Praxislernorte (Schema)

5. Auszug aus dem Schulgesetz und der Sekundarstufen I – Verordnung

5.1 Schulgesetz (Entwurf)

5.2 Sekundarstufen I – Verordnung (Entwurf)

6. Glossar

 

http://www.berlin.de/imperia/md/content/sen-bildung/bildungspolitik/schulreform/duales_lernen_handreichung.pdf?start&ts=1260276726&file=duales_lernen_handreichung.pdf

Der Bildungshistoriker Elmar Tenorth erklärt, warum der Kulturkampf um die richtige Schulform typisc

 

SCHULREFORMEN

Comics statt Goethe

 

 

VON Martin Spiewak DATUM 18.6.2010 - 12:47 Uhr

 

DIE ZEIT: Warum streiten die Deutschen immer wieder so leidenschaftlich über die Schule?

 

Elmar Tenorth: Die Schule ist der einzige Ort, an dem der Staat auf alle Heranwachsenden zugreifen kann. Wer zukünftige Generationen beeinflussen will, erreicht das nicht über die Familie, die Kirche oder die Medien, sondern nur im Klassenzimmer.

 

 

Weiterlesen:

 

COPYRIGHT: DIE ZEIT, 17.06.2010 Nr. 25

ADRESSE: http://www.zeit.de/2010/25/C-Interview-Tenorth

Schwungvoll in den Ganztagsbetrieb

 

 

Im August gehen sechs Gymnasien an den Start, die Angebote bis 16 Uhr machen. Viele Schüler können davon profitieren 

 

Architekten haben Pläne entworfen, nun schreiten die Handwerker zur Tat. Im ersten Stock werden Wände herausgerissen und neue Strom- und Internetleitungen verlegt. Drei Klassenräume des Charlottenburger Gottfried-Keller-Gymnasiums werden zusammengelegt. Entstehen soll eine 150 Quadratmeter große Mediathek mit Computern, Bibliothek und Plätzen, an denen Schüler selbstständig arbeiten und lernen können. „Die neue Mediathek wird das Arbeitsherz unserer Schule“, sagt Leiter Gerhard Kreitmeyer.

 

An seiner Schule herrscht Aufbruchstimmung. Im Sommer startet das Gottfried-Keller-Gymnasium als eines der neuen Ganztagsgymnasien in Berlin. Um fürs nächste Schuljahr gerüstet zu sein, tauscht sich das Kollegium aus Charlottenburg derzeit mit den Kollegen der Kreuzberger Hermann-Hesse-Schule aus, die ebenfalls den Ganztagsbetrieb einführen. Eine gemeinsame Fortbildung des Ganztagsschulverbands gehört zu den Vorbereitungen dazu.

 

Der Stundenplan der Gottfried-Keller-Schule hat bereits eine neue Struktur. Gegliedert wird der Schultag, der künftig von acht bis 16 Uhr dauert, durch ein dreistündiges sogenanntes Mittagsband. Von der fünften bis zur siebten Stunde, das heißt dreimal 50 Minuten, ist Zeit, die unterschiedlich genutzt werden kann: für das Mittagessen, um Sprachdefizite auszugleichen, Wochenpläne zu besprechen, die Lernorganisation zu unterstützen und in der neuen Mediathek zu arbeiten. „Studienzeit und Coaching bestimmen das Mittagsband“, sagt Kreitmeyer.

 

Sein Ziel: eine neue Lernkultur. Dazu sollen mehr fächerübergreifende Projekte, weiterentwickelte Unterrichtsmethoden und eine kompetenzorientierte individuelle Förderung der Schüler bis hin zum rhythmisierten Unterricht gehören. Im kommenden Schuljahr beginnen damit vier siebte und voraussichtlich zwei achte Klassen.

Das Gottfried-Keller-Gymnasium liegt im nördlichen Charlottenburg – im Mierendorfkiez, einem Viertel, das sich in den letzten Jahren verändert hat, weil die Mittelschicht nach und nach weggezogen ist. In der Schule sind 29 Nationen vertreten, knapp 40 Prozent der Schüler sind nichtdeutscher Herkunft. Nur die Hälfte hat eine Empfehlung für das Gymnasium, viele von ihnen benötigen eine zusätzliche Förderung.

 

Georg Knapp, Schulleiter des Neuköllner Albert-Schweizer-Gymnasiums ist damit bestens vertraut. Seine Schule führte 2007 den Ganztagsbetrieb ein, weil das frühere pädagogische Profil der Schülerschaft nicht mehr gerecht wurde. „Rund 90 Prozent unserer Schüler sind Migranten. Die sind kognitiv zwar in der Lage, dem Unterricht zu folgen, scheitern aber meist wegen sprachlicher Schwierigkeiten“, berichtet Knapp, der das Schulkonzept grundlegend veränderte. Nun werden die Schüler in allen Fächern in der Bildungssprache gefördert. Außerdem werden auch die Hausaufgaben in der Schule gemacht, weil viele Eltern ihre Kinder dabei nicht unterstützen können.

 

Das Charlottenburger Ganztagsgymnasium will seine Schüler mit Migrationshintergrund künftig durch vier Lehramtsstudenten unterstützen, die qualifiziert sind, „Deutsch als Zweitsprache“ zu unterrichten. Finanziert werden diese von der Mercator-Stiftung. Von der Lehrerschaft wird das begrüßt – ebenso wie die Verstärkung durch eine Sozialpädagogin, die 30 Stunden pro Woche in einem eigenen Raum Ansprechpartnerin sein wird. „Gymnasien brauchen eine sozialpädagogische Unterstützung, die Lehrer entlastet und Schülern bei Problemen weiterhilft“, sagt Kreitmeyer. Die Gottfried-Keller-Schule kooperiert deshalb mit einem freien Träger. Zusätzliche Honorarkräfte für Arbeitsgemeinschaften finanziert die Schule durch Mittel aus dem Personalkostenbudget.

 

Nachteile hat das Ganztagsgymnasium allerdings bei den Lehrerstunden. Während die Sekundarschulen für ihr Ganztagsangebot zwei zusätzliche Pädagogenstellen erhalten, bekommen die Gymnasien nur eine halbe Stelle mehr. So muss Kreitmeyer andere Förderstunden umnutzen, um die Mittagsbetreuung für alle Schüler zu gewährleisten.

 

Laut Bildungsverwaltung ist die Schülerschaft der Sekundarschulen nicht mit jener der Gymnasien zu vergleichen – soll heißen, Gymnasiasten seien leistungsstärker und brauchten weniger Unterstützung. André Nogossek, der Vorsitzende der Elternvertreter am Keller-Gymnasium, der auch im Landeselternausschuss aktiv ist, kritisiert diese Personalpolitik. „Auch an Gymnasien wird eine individualisierte Förderung verlangt, aber das notwendige Personal nicht bewilligt“, sagt er. Er betont, dass zudem nicht alle Gymnasien gleich starke Schüler hätten. Die neuen Ganztagsgymnasien könnten Leuchtturmschulen werden, sagt Nogossek. Doch bei mangelnder Ausstattung werde verbrannte Erde hinterlassen – und dann sei das Modell vom Tisch.

 

Jürgen Koch, ebenfalls Elternvertreter vom Gottfried-Keller-Gymnasium, ist dennoch zuversichtlich. „Die Schulverwaltung hat den Fokus bisher auf die Sekundarschulen gerichtet. Jetzt müssen wir den Bedarf der Gymnasien deutlich machen“, sagt er. Die neuen Ganztagsschulen bräuchten eine Chance, sich zu positionieren.

 

Nach dem Willen des Bezirkes hätte die Schule vor zwei Jahren mit der benachbarten Elisabeth-Realschule fusionieren und eine Gemeinschaftsschule bilden sollen. Gerhard Kreitmeyer wehrte sich jedoch erfolgreich dagegen, weil die Zusammenlegung das Ende der gymnasialen Oberstufe bedeutet hätte. Nun will er zeigen, dass eine Schule auch in einem eher schwierigen Umfeld ein gutes Bildungsangebot liefern kann. Die Resonanz gibt ihm recht. Fast doppelt so viele Eltern wie vor vier Jahren haben ihre Kinder am Gymnasium angemeldet.

 

http://www.tagesspiegel.de/berlin/schule/schwungvoll-in-den-ganztagsbetrieb/1859140.html

 

 

 

 

 

Welche Gymnasien bald ganztags unterrichten

 

Weiterlesen:

 

http://www.tagesspiegel.de/berlin/schule/welche-gymnasien-bald-ganztags-unterrichten/1859142.html