Behindertenrechtskonvention: Rücksicht steht auf dem Stundenplan

15.11.2010

 

Eine Konvention der Vereinten Nationen zwingt nun auch Deutschland dazu, nicht-behinderte und behinderte Kinder gemeinsam zu unterrichten. Das Beispiel Dänemark zeigt, dass das gemeinsame Lernen auch hier Tücken hat, weil Geld fehlt.

 

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15.11.2010

 

„Das heutige Gesetz ist eine Mogelpackung“

 

Von Plottnitz gehört dem hessischen Staatsgerichtshof an und streitet für die Rechte der Eltern von behinderten Kindern. Im Interview mit der Frankfurter Rundschau über die UN-Behindertenrechtkonvention und die Novelle des hessischen Schulgesetzes.

 

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Schlechte Noten für Künast

15.11.2010

Der Hinweis auf eine mögliche Abschaffung der Gymnasien von Spitzenkandidatin Renate Künast irritiert die Grünen. Kritik kommt von CDU, Linke und FDP.


Von Schadenfreude bis hin zu offener Ablehnung reicht das Spektrum an Reaktionen auf die jüngsten schulpolitischen Äußerungen der grünen Spitzenkandidatin Renate Künast im Tagesspiegel. Die FDP sprach von einem „bildungspolitischen Amoklauf“, die Linkspartei fand „verwirrend, was sie sagt“. Die grünen Parteifreunde auf Landesebene waren am Montag um Schadensbegrenzung bemüht.

Auf die Frage, ob sie die Gymnasien auf Dauer abschaffen wolle, hatte Künast im Tagesspiegel am Sonntag geantwortet: „Diese Frage steht die nächsten Jahre nicht an. Die Gymnasien werden in der kommenden Legislaturperiode nicht abgeschafft. Danach muss man weitersehen“.

Diese offene Formulierung „verunsichert“ die Eltern, beklagt Ralf Treptow vom Verband der Oberstudiendirektoren. Wer jetzt ein sechsjähriges Kind habe, könne nicht mehr mit Sicherheit davon ausgehen, dass er noch das Gymnasium zur Auswahl habe, wenn Künast Bürgermeisterin würde. Es müsse „endlich Schluss sein mit der Strukturdiskussion in jeder neuen Legislaturperiode“, forderte Treptow. Mieke Senftleben (FDP) merkte an, Künast widme sich weiter „einer Neuauflage der ideologischen Schulstrukturdebatte aus den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts“.

Nicht einmal die Linkspartei hatte ein Lob, obwohl sie ebenfalls an der Existenz der Gymnasien rüttelt. Es sei „etwas verwirrend“, was die grüne Spitzenkandidatin sage, befand der Linken-Bildungspolitiker Steffen Zillich. Wenn jemand Bürgermeisterin werde wolle, könne man „mehr Klarheit erwarten“. CDU-Parteichef Frank Henkel nannte es „erschreckend“, dass Künast kein klares Bekenntnis zum Gymnasium abgebe. Damit zeige sich deutlich, „dass die Grünen nicht für einen Politikwechsel stehen, sondern ähnliche Ziele verfolgen wie Rot-Rot“.
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Die Berliner Grünen hatten dann auch gestern alle Mühe, eine gemeinsame Linie zu beschwören. „Die nächste große Schulreform ist kein Thema“, betonte die grüne Fraktionsvorsitzende Ramona Pop. Es komme jetzt erstmal darauf an, „das, was wir haben zu konsolidieren“. Allerdings habe Künast nur das gesagt, was im Bundesprogramm der Grünen und auch im Programm der Berliner Grünen stehe, nämlich eine „Schule für alle“. Allerdings als langfristiges Ziel und nicht schon 2015 zur nächsten Legislaturperiode.

Ähnlich äußerte sich der bildungspolitische Sprecher Özcan Mutlu. „Wir haben ein Strukturreform initiiert, die erstmal mehrere Jahre braucht, damit sie richtig greifen kann. Die Schulen brauchen Ruhe“, steht für Mutlu fest. Andere Parteifreunde wurden deutlicher und sprachen von „politischem Selbstmord“, wenn Künast dabei bleibe, die Gymnasien zur Disposition zu stellen.

Auch beim Thema „Verbeamtung“ haben die Berliner Grünen eine abweichende Meinung. „Ich glaube nicht, dass das das Mittel der Wahl ist“, sagte Pop. Erst wenn „alle anderen Mittel“ ausgeschöpft seien, dürfe man darüber nachdenken. Künast hatte im Tagesspiegel-Interview gesagt, dass die Verbeamtung „eine von mehreren Ideen“ sei, „wie wir im scharfen Wettbewerb um die besten Lehrer mit den anderen Bundesländern bestehen können“. Die FDP-Abgeordnete Senftleben machte den Vorschlag, Künasts Vorstoß in Sachen „Verbeamtung“ als „unfinanzierbares Krönungsgeschenk an die eigene Klientel zu verbuchen“. Landeselternsprecher Günter Peiritsch forderte, Berlin solle die Nicht-Verbeamtung „durchhalten, damit auch andere Bundesländer eine international zeitgemäße Lösung finden. Susanne Vieth-Entus

 

 

 

16.11.2010, 12:23 Uhr
Gymnasiallehrer fürchten Künast
 

Gymnasiallehrer warnen Renate Künast vor einer weitern Schulreform (Archivbild)

 

Berlin - Die Gymnasiallehrer warnen Renate Künast vor einem Kampf gegen die Gymnasien in Berlin. Sollte die Grünen- Spitzenkandidatin in Berlin Regierende Bürgermeisterin werden, dürfe sie nicht gleich die nächste Schulreform starten. Mindestens zehn Jahre müsse Ruhe sein, damit die Schulen sich entwickeln können - in allen Bundesländern, forderte der Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbands, Heinz-Peter Meidinger, am Dienstag. Künast hatte in einem Interview auf die Frage, ob sie die Gymnasien abschaffen wolle, geantwortet, sie habe das in der Wahlperiode von 2011 bis 2016 nicht vor. «Danach muss man weiter sehen.»

 

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/detail_dpa_27300534.php

 

 

 

16.11.2010, 17:04 Uhr
Künast: Gymnasien nicht infrage stellen
 
 

Berlin - Renate Künast hat klargestellt, dass eine Abschaffung der Gymnasien in Berlin nicht auf ihrem Arbeitsplan steht. Sie habe überhaupt nicht davon gesprochen, irgendwann irgendetwas abzuschaffen, sagte Künast nach Angaben eines Fraktionssprechers am Dienstag bei einem Besuch in der Grünen- Abgeordnetenhausfraktion. Die designierte Spitzenkandidatin der Grünen für die Berliner Wahl hatte am Wochenende mit einem Interview für Aufregung gesorgt. Auf die Frage, ob sie die Gymnasien abschaffen wolle, hatte sie geantwortet: «Die Gymnasien werden in der kommenden Legislaturperiode nicht abgeschafft. Danach muss man weitersehen.»

 

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/detail_dpa_27300534.php

Ausbildungsplätze. Am Ende gewinnen immer die Deutschen

15.11.2010 09:45 Uhr
Von Jan Ludwig

 

Eine Studie über Ausbildungsplatzvergabe belegt: Einstellungskriterien benachteiligen Migranten – und Migrantinnen noch deutlicher.

 

Die gängigen Auswahlverfahren bei Bewerbungen benachteiligen Migranten, aber auch Frauen. Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), die an diesem Montag veröffentlicht wird. Die deutschen Betriebe gehen demnach zu selektiv mit ihren Bewerbern um. „Angesichts des künftig drohenden massiven Nachwuchsmangels an Fachkräften werden die Betriebe überdenken müssen, ob sie ihre Auswahlkriterien bei der Besetzung ihrer Lehrstellen unverändert beibehalten“, mahnen die Autoren.

 

Weiterlesen: http://www.tagesspiegel.de/politik/am-ende-gewinnen-immer-die-deutschen/2483104.html